Gemeinde Ganderkesee nimmt Unterkunft in rund drei Wochen in Betrieb

1050 Quadratmeter große Mobilhalle für Flüchtlinge

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Gähnende Leere herrscht dort, wo schon in paar Wochen 75 Flüchtlinge leben sollen.

Ganderkesee - Von Ove Bornholt. Noch herrscht gähnende Leere in der Mobilhallle in Ganderkesee, in die zwischen dem 9. und 13. November Flüchtlinge einziehen sollen. Für die Essensversorgung spielt die Schießhalle eine entscheidende Rolle.

75 Menschen sollen in der 70 mal 15 Meter großen Mobilhalle auf dem Fußballfeld im Stadion Ganderkesee leben. Damit will die Gemeinde die Flüchtlinge unterbringen, die ihr quotenmäßig vom Land zugewiesen wurden. Mit den Bussen voller Flüchtlinge, die in den vergangenen Tagen in Wildeshausen ankamen, hat das nichts zu tun. Diese hat das Land im Rahmen der Amtshilfe dem Landkreis überantwortet, der entschieden hat, sie in der Kreisstadt unterzubringen.

Das Essen für die Ganderkeseer Flüchtlinge liefert der örtliche Schützenhof in die Schießhalle, die die Gemeinde angemietet hat. Am Ruhetag der Gaststätte übernimmt das DRK die Anlieferung von Mahlzeiten für die Menschen, die bald in der Mobilhalle wohnen, sowie für die Flüchtlinge, die in der nicht weit entfernten Turnhalle am Habbrügger Weg untergekommen sind.

Aber noch ist die Mobilhalle nicht bezugsfertig. Die ersten Bestandteile wurden am Mittwoch angeliefert, am Donnerstag waren bereits die Außenwände errichtet. Das Gebäude diente auch schon als Ausweichquartier für einen Supermarkt, als das feste Marktgebäude wegen Bauarbeiten mehr als ein Jahr lang nicht zur Verfügung stand. Zwar sieht die Mobilhalle von außen erst einmal wie ein Zelt aus, aber die Wände sind doppelt, es gibt bald eine fest installierte Heizung, und Deckenventilatoren sollen die Wärme im Gebäude verteilen. Auch der Boden soll – unter anderem durch einen Teppich – warm genug sein, um auf Socken gehen zu können.

Leichtbauwände mit Raufasertapeten sollen die Räume voneinander abtrennen. Eigentlich böte die Halle sogar Raum für bis zu 100 Menschen, doch da es auch einen Aufenthaltsbereich mit Freizeitangeboten geben soll, wird erst einmal nicht der gesamte Raum für Betten genutzt.

Diese und andere Möbel lagern beim Ortsverband des Roten Kreuzes und sollen von den ehrenamtlichen Helfern in einer konzertierten Aktion aufgebaut werden. Wie genau das Freizeitangebot gestaltet wird, ist noch unklar.

Klar ist hingegen, dass die sanitären Anlagen im Stadion – hauptsächlich Duschen – und ein Container mit Toiletten den Flüchtlingen zur Verfügung stehen. Den Container hatte die Gemeinde zu ihrem Glück schon Anfang August bestellt, denn derzeit gäbe es keine Container zum Mieten, erklärte der zuständige Fachdienstleiter Christian Badberg. Er ist seitens der Gemeinde für die Not- und Gemeinschaftsunterkünfte zuständig.

In diesem Bereich gibt es auch einen kleinen Zuwachs zu vermelden. Am Mittwoch kamen 20 Flüchtlinge an, die in der alten Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) und im Schwimmerheim in Ganderkesee untergebracht wurden.

In Zeiten von mutwillig in Brand gesetzten Flüchtlingsunterkünften spielt auch das Sicherheitskonzept eine wichtige Rolle. Dazu fanden Abstimmungen mit allen Beteiligten statt, teilte die Gemeinde mit. Konkrete Angaben will man aber verständlicherweise nicht machen.

Wie lange die Halle auf dem Sportgelände, das zurzeit wegen der Witterung so oder so winterfest gemacht werden müsste, steht, ist noch unklar. Die Gemeinde geht davon aus, dass sie bis kommenden Sommer in Betrieb ist.

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