Gemeinde Ganderkesee muss wöchentlich bis zu 15 Personen aufnehmen/Bürger sollten Wohnraum zur Verfügung stellen

Notunterkunft für Flüchtlinge in der Turnhalle am Habbrügger Weg?

+
Vermehrt kommen jetzt Flüchtlinge nach Ganderkesee.

Ganderkesee - Die Landesaufnahmebehörde (LAB) in Bramsche hat am Dienstag die Gemeinde Ganderkesee darüber informiert, dass aufgrund der dortigen hohen Zugangszahlen in den nächsten Wochen erhöhte Zuweisungen von Flüchtlingen in die Kommune erfolgen werden. So sollen am 3. August zehn Flüchtlinge und dann ab 13. August wöchentlich bis zu 15 Personen so lange nach Ganderkesee verteilt werden, bis die aktuell noch zu erfüllende Quote von 110 Flüchtlingen erreicht ist.

Die Unterbringung der Personen durch Verteilung in dezentrale Wohnungen ist nur noch bis zu etwa 25 Personen möglich. Aus diesem Grund hat es eine erneute Zusammenkunft der Fraktionsvorsitzenden der im Rat vertretenen Fraktionen und der Verwaltung gegeben. Dort wurden die Vorsitzenden über die Entwicklung informiert und die Aktivitäten zur möglichen Unterbringung der Flüchtlinge aufgezeigt.

Neben weiterer Wohnungsakquise und der Festlegung von Standorten für mobile Unterkünfte macht die vermehrte Zuweisung die Einrichtung von Notunterkünften erforderlich. So ist angedacht, eine Notunterkunft in der Turnhalle am Habbrügger Weg einzurichten. Dieses ist ein Gebäude in Trägerschaft des Landkreises Oldenburg, der zurzeit alle Rahmenbedingungen und Voraussetzungen für die dortige vorläufige Unterbringung von Flüchtlingen prüft.

In diesem Zusammenhang ruft die Gemeindeverwaltung nochmals dazu auf, freien, geeigneten Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Auskünfte dazu erteilt Fachdienstleiter Rainer Heinken unter der Telefonnummer 04222/44509.

Durch die vermehrten Zuweisungen wird auch die ehrenamtliche Hilfe in der Gemeinde erweitert werden müssen. Wer dafür seinen Einsatz anbieten möchte, kann sich unter Telefon 04222/44517 oder 04222/ 44522 melden.

Für den 3. September kündigt die Gemeindeverwaltung eine Informationsveranstaltung im Rathaus zum Thema „Flüchtlinge“ an. Dort sollen Fragen beantwortet werden, die sich häufig stellen. Zum Beispiel wie viele Flüchtlinge sind zu erwarten? Wie kommt die Gemeinde an Unterkünfte? Wie ist die Betreuung geregelt? Wie kann ich mich ehrenamtlich engagieren? Wer sind die Ansprechpartner für mich? Unabhängig davon ist geplant, die Vorsitzenden der Orts- und Heimatvereine sowie die Bezirksvorsteher in einer gesonderten Zusammenkunft über die Situation zu informieren.

„Wir hoffen“, so Heinken, „dass die Einrichtung einer Notunterkunft nur eine vorübergehende Lösung ist und es uns gelingt, andere Unterkünfte zu finden.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Ursachenforschung nach tödlichem Hubschrauberabsturz in Mali

Ursachenforschung nach tödlichem Hubschrauberabsturz in Mali

Beängstigender Hagel-Sturm: In Istanbul ging fast nichts mehr 

Beängstigender Hagel-Sturm: In Istanbul ging fast nichts mehr 

Sommerreise: Auf hölzernen Pfaden durch die Moorwelten Ströhen

Sommerreise: Auf hölzernen Pfaden durch die Moorwelten Ströhen

Weltrekordversuch im Dauertennis in Marhorst

Weltrekordversuch im Dauertennis in Marhorst

Meistgelesene Artikel

ALS-Patient auf Abschiedstour: Wenn eine Diagnose alles verändert

ALS-Patient auf Abschiedstour: Wenn eine Diagnose alles verändert

Landwirtschaftliche Zugmaschinen stoßen in Bühren zusammen

Landwirtschaftliche Zugmaschinen stoßen in Bühren zusammen

„Becker“-Filiale bei Stratmeyer

„Becker“-Filiale bei Stratmeyer

Unfall bei Unwetter: Auto überschlägt sich mehrfach

Unfall bei Unwetter: Auto überschlägt sich mehrfach

Kommentare