Umfangreiches Konzept für zwei Quartiere in der Gemeinde soll erstellt werden

Ganderkeseer Hausbesitzer sollen Sanierungstipps kriegen

Ganderkesee - Um den Hausbesitzern in Bookholzberg und Ganderkesee Tipps zu geben, welche Sanierungen energetisch sinnvoll sind, könnten zwei sogenannte Quartierskonzepte erstellt werden. Dahinter verbirgt sich eine Analyse des Bauzustands, die massiv von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und dem Land Niedersachsen gefördert wird.

Mit 65 Prozent bezuschusst die KfW die Erstellung der Konzepte für die Quartiere, das Land gibt noch einmal 20 Prozent dazu – das heißt die Gemeinde Ganderkesee müsste nur 15 Prozent der Kosten in Höhe von mehreren 10 000 Euro pro Konzept selbst aufbringen.

Wie genau die Konzepte aussehen sollen, ist noch nicht klar. „Im Grunde geht es darum, die Sanierungsrate bei privaten Wohnhäusern zu steigern“, erklärt Ganderkesees Klimaschutzmanager, aber es sei auch denkbar, Gewerbe- und Industriegebiete mit einzubeziehen. Da müsse die Kommune noch entscheiden, in welche Richtung es genau gehen soll. Deswegen steht auch nur eine Größenordnung der Kosten und noch kein genauerer Betrag fest – zumindest keiner, den Gremlowski zu diesem Zeitpunkt des Verfahrens öffentlich machen kann.

Im Rahmen des Konzepts soll untersucht werden, welcher Baubestand vorliegt. Dabei geht es zum einen um die Bauweise – Einfamilien-, Mehrfamilienhäuser oder Wohnungen – und zum anderen um das Baujahr. Am Ende der Analyse soll eine Karte entstehen, auf der zum Beispiel der Energieverbrauch ausgewiesen wird. Das Verfahren soll mithilfe eines externen Büros unter Zuarbeit der Gemeindeverwaltung erfolgen.

Soweit so gut, doch wie profitieren die Hausbesitzer davon? Sie sollen Handlungsempfehlungen bekommen, welche Sanierung für ihr Haus sinnvoll ist. Dabei geht es zum einen um Maßnahmen, die besonders energiesparend sind, aber auch darum, welche Fördergelder gerade wo zu bekommen sind. Letzteres macht eine Investition sicherlich für viele Eigentümer attraktiv.

Im Rahmen der Quartierskonzepte, die in der Regel von größeren Kommunen als Ganderkesee umgesetzt werden, schlägt die Verwaltung vor, einen Sanierungsmanager anzustellen. Dessen Stelle würde ebenfalls zu 65 Prozent von der KfW gefördert werden.

Darüber entscheidet der Ausschuss für Landwirtschaft und Umwelt- und Klimaschutz der Gemeinde heute ab 18 Uhr in öffentlicher Sitzung im Ganderkeseer Rathaus. Die letztendliche Entscheidung über die Ausgestaltung des Konzepts trifft der nichtöffentlich tagende Verwaltungsausschuss am 11. Mai.

bor

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