Ganderkeseer Grüne Garde spendet Kostüme für Tanzgruppe

Faschingsuniformen für Nicaragua

Aileen Hönerloh, Katharina Lübbe, Mandy Würdemann, Jasmin Hasselberg und Annika Skormachowitsch (Gardeleiterin, von links) zeigen die Uniformen für Nicaragua.
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Aileen Hönerloh, Katharina Lübbe, Mandy Würdemann, Jasmin Hasselberg und Annika Skormachowitsch (Gardeleiterin, von links) zeigen die Uniformen für Nicaragua.

Ganderkesee - Von Ganderkesee in die Tropen: Gestern Morgen startete Aileen Hönerloh aus Falkenburg von Düsseldorf per Flugzeug nach Nicaragua (Lateinamerika). Im Gepäck hatte sie zwei Koffer mit insgesamt 15 ausgedienten Uniformen der Grünen Garde, die die 19-Jährige einer Tanzgruppe aus jungen nicaraguanischen Mädchen übergeben wollte. Ihr Reiseziel war die knapp 110000 Einwohner große und 22 Kilometer östlich der Hauptstadt Managua gelegene Stadt Tipitapa.

Die Architekturstudentin war 2014/15 schon einmal dort, um als Bundesfreiwilligendienstleistende für den „Bildungs- und Kulturverein für den deutsch-nicaraguanischen Austausch Puente Nica“ Projekte zu begleiten. Die Falkenburgerin brachte den Mädchen das karnevalistische Tanzen mit Akrobatikelementen bei. „Den Gardetanz kannten sie zuvor nicht, es war Neuland“, beschrieb Hönerloh ihre Tätigkeit. Sie selbst tanzt in der Grünen Garde und bringt daher Erfahrungen mit. Jetzt will sie zwei Wochen in Tipitapa verbringen, um mit ihrer einstigen Gruppe, die zum zehnjährigen Bestehen des Kulturprojekts auftreten möchte, einen neuen Tanz einzuüben.

Bereits über Skype hatte sie die neuen Freiwilligendienstler in die Tänze eingewiesen und sendete Video- und Bildmaterial vom diesjährigen Büttenabend in Ganderkesee. „So wissen sie, was folgt“, sagte die Studentin.

Der Vorstand der Garde unterstützt das Projekt auf ganzer Linie. „Die bisherigen Kostüme waren zum Teil 30 Jahre alt und haben ausgedient. Doch zum Wegwerfen waren sie zu schade. Da kam uns die Idee von Aileen gerade recht“, sagte Schatzmeister Wilfried Kallage. Auch die Gardeleiterin Annika Skormachowitsch war von der Idee begeistert. „Selbst die Eltern der heutigen Tänzerinnen sind schon in den ausgemusterten Uniformen aufgetreten. Sie haben einen symbolischen Wert. Und dass sie jetzt weit ab von Deutschland neu eingesetzt werden, freut uns umso mehr“, sagte Skormachowitsch. Der Faschingsverein wird für einen Teil der Kosten aufkommen.

Die Gardeleiterin erwähnte während des Gesprächs über die Reise von Hönerloh auch, dass ihre Truppe noch einen 20 bis 25 Jahre alten, sportlichen Mann sucht, der keine Angst vor vielen Frauen hat. Er soll den Tanzprinzen Malte Bross entlasten, der zurzeit der alleinige männliche Tänzer ist. „Vorkenntnisse im Gardetanz sind nicht notwendig“, betonte Skormachowitsch. Interessierte können sich auf der Facebookseite der Garde im Internet melden.

jb

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