Ganderkeseer Gästeführer bieten neue Exkursion zu archäologischen Stätten an

Entdeckungstouren zwischen Urwald und Moor

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Vor der Kirche haben sich acht der zehn Gästeführer am Mittwoch versammelt. Gerd Logemann hält eine Amor-Plastik in der Hand, die für seine Landpartie eine wichtige Rolle spielt.

Ganderkesee - Von Ove Bornholt. Amore in Bergedorf, eine Tour in die Überseestadt nach Bremen und eine Erkundungstour durch den Hasbruch: Die Ganderkeseer Gästeführer haben für dieses Jahr ein reichhaltiges Programm im Angebot.

Mehr als 20 Touren und Ausflüge bieten die zehn Gästeführer in diesem Jahr in der Gemeinde Ganderkesee an. Am Mittwoch stellten sie ihr Programm vor. Das Motto „Urwald – Moor – und viel dazwischen“ bezieht sich auf die Landschaft der Kommune. Auf der einen Seite sei der Hasbruch als Urwald und auf der anderen Seite die Moore um Neuenlande und Hohenböken, erklärte Elisabeth Kühling. Und eben viel zwischen beiden Punkten. Die Flyer sollen ab heute hauptsächlich in Ganderkesee aber auch in Wildeshausen und umzu ausliegen. Zum Beispiel in inkoop-Märkten.

Darin zu finden ist eine Landpartie mit dem Kremser, die den Titel „Kloster, Kunst, Schweinwald & Amore in Bergedorf“ trägt. Dahinter steckt Gerd Logemann. Er will am Kloster eine Geschichte aus dem Alten Testament vorlesen und vom Mord am Grafen Christian im Jahr 1192 erzählen.

Über einen Schwenk in den Bereich der Schweinehaltung im Wald geht es dann zu den beiden antiken Figuren „Amor und Psyche“. Logemann hat bei einem Ausflug nach Rom eine passende Plastik erworben. „Anschließend mache ich einen Seitensprung“, sagte Logemann und wartete die Lacher seiner Gästeführer-Kolleginnen ab, bevor er fortfuhr: „Zu den Tanzabenden im Bergedorfer Krug, während der Amors Pfeile auch trafen.“ Disco-Kult in Bergedorf sei das letzte Thema der Tour.

Neben dieser Fahrt im Kremser stehen sieben Landpartien zu verschiedenen Zielen in der Gemeinde auf dem Programm. Zum Beispiel eine Tour nach Neuenlande, bei der Elisabeth Kühling „Spannendes aus 200 Jahren Moorsiedlungsgeschichte“ erzählen will.

Ganz neu im Programm ist eine Bustour zu den Ganderkeseer archäologischen Stätten. Und da gibt es einige, die außerhalb der Gemeindegrenzen nicht sonderlich bekannt sind: Hünengräber in Steinkimmen, ein Heidenwall in Delthun die Turmhügelburg in Habbrügge und noch weitere mehr. „Es geht darum, nicht einfach im Bus vorbeizufahren, sondern die Areale auch zu begehen“, betonte Kühling. Das Angebot eigne sich besonders für Gruppen, die von außerhalb kämen oder Leute, die nicht so gut zu Fuß seien. Schließlich sind keine längeren Strecken zu gehen. Die Fahrt ist an keinen festen Termin geknüpft, sondern kann je nach Interesse von Gruppen gebucht werden.

Für fast alle Angebote sind Anmeldungen erforderlich. Diese können bei der Tourist-Information unter Tel. 04222/44207 oder im Internet erfolgen, wo es auch alle Angebote nachzulesen gibt.

www.gemeindeganderkesee.de/touristinfo.html

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