Städtepartnerschaft mit polnischem Pultusk angestrebt

Ganderkesee streckt seine Fühler gen Osten aus

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Bürgermeisterin Alice Gerken (sitzend, r.) unterzeichnete die Absichtserklärung für eine Städtepartnerschaft mit Pultusk. Darüber freuten sich Jolanta Siejbik und Róza Krasucka (sitzend, v.l.) von der polnischen Delegation und Vertreter aus der Kommunalpolitik und -verwaltung.

Ganderkesee - „Es fühlt sich an, als ob wir uns schon ewig kennen.“ Mit diesen Worten verabschiedete sich Róza Krasucka, stellvertretende Bürgermeisterin aus dem polnischen Pultusk, nun von Ganderkesees Verwaltungschefin Alice Gerken, teilte die Kommune mit. Krasucka war seit Montag gemeinsam mit Jolanta Siejbik und Tadeusz Witkowski in der Gantergemeinde zu Gast, um die Möglichkeiten einer Städtepartnerschaft zu erkunden.

In Anwesenheit der Fraktionsvertreter unterzeichnete Gerken eine in Pultusk entworfene Absichtserklärung für eine Städtepartnerschaft. „Basis für die künftige Zusammenarbeit soll der bestehende Schüleraustausch zwischen dem Gymnasium Ganderkesee und der örtlichen Schule in Pultusk sein“, sagte Gerken. „Außerdem hoffe ich, dass wir viele Kontakte im Sportbereich und über die Vereine herstellen können.“

Ihren Besuch in Ganderkesee werden die Gäste aus Polen in guter Erinnerung behalten, so Krasucka. „In der kurzen Zeit haben wir viel von der Gemeinde sowie dem Umland gesehen und viele nette Menschen kennengelernt“, unterstrich sie. „Ich war zudem überrascht, wer alles schon Kontakte mit Polen hat.“ Ganz besonders vom Ganter war die Delegation angetan. „Ein solches Wappentier haben wir in Pultusk leider nicht.“ Künftig wird zumindest ein kleiner Ganter im „Venedig Masowiens“, wie die Stadt nördlich von Warschau auch genannt wird, stehen. Und zwar vermutlich auf dem Schreibtisch von Bürgermeister Krzysztof Nuszkiewicz. Seine Ganderkeseer Amtskollegin überreichte der Delegation ein entsprechendes Geschenk.

Gerken war besonders von der Herzlichkeit der polnischen Gäste angetan. „Ich glaube, dass sich da eine Freundschaft entwickelt. Die Chemie hat sofort gestimmt.“ Direkt nach den ersten Zeitungsberichten über den Besuch aus Pultusk habe sie auch Zuspruch und Interesse aus der Bevölkerung erfahren. „Es gibt sehr viele Anknüpfungspunkte und Gemeinsamkeiten.“ Davon haben sich auch die Vertreter der Ratsfraktionen am Dienstagabend ein Bild machen können. Am Falkensteinsee tauschten sie sich bei einem Essen mit der polnischen Delegation sowie Vertretern von Verwaltung und Gymnasium rege aus. Für eine harmonische Atmosphäre sorgte zudem, dass mit Beata und Karol Menkens spontan zwei Einheimische als zusätzliche Übersetzer eingesprungen waren.

Ein Gegenbesuch ist noch nicht fest terminiert, soll aber möglichst diesen Herbst stattfinden. Vor dem offiziellen Abschluss einer Städtepartnerschaft steht noch ein entsprechender Beschluss des Ganderkeseer Gemeinderates aus.

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