Kommune hat 13 Geräte 

Ganderkesee schafft neue Defibrillatoren an

Die Büchereimitarbeiterin Stephanie Kilian, die am Habbrügger Weg und in Bookholzberg im Einsatz ist, hat bereits eine Defibrillatoren-Schulung erhalten. Aber auch ohne Vorkenntnisse lassen sich die lebensrettenden Geräte dank Sprachanweisungen leicht bedienen. - Foto: Gemeinde/Gruhn

Ganderkesee - Die Gemeinde Ganderkesee hat zwei weitere Defibrillatoren angeschafft und verfügt damit über 13 Geräte. „Ab sofort sind die Gemeindebücherei am Habbrügger Weg und die Außenstelle von Bücherei und Bürgerbüro in Bookholzberg mit Defibrillatoren ausgerüstet“, erklärt Fachdienstleiter Christian Hallanzy. Auch wenn die bereits in den vergangenen acht Jahren angeschafften Notfallhelfer noch nicht ein einziges Mal tatsächlich benutzt wurden, stellt er klar: „Wann und wo das erste Mal ein Leben damit gerettet werden kann, ist natürlich ungewiss. Aber es wird der Fall eintreten. Und dann ist es gut, ein solches Gerät in der Nähe zu haben.“

Die Standorte der vorhandenen Defibrillatoren seien Anfang des Jahres turnusgemäß überprüft worden. Dabei hätten zwei wesentliche Kriterien eine Rolle gespielt, so Hallanzy. „Bei der Festlegung der Standorte wurde zum einen berücksichtigt, dass sich dort Personenkreise aufhalten könnten, die den Einsatz eines Gerätes mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarten lassen. Zum anderen wurde Rücksicht darauf genommen, dass das Anfahren bestimmter Außenbereiche von einem Rettungswagen mehr Zeit in Anspruch nehmen kann.“

Mit der Anschaffung von zehn Defibrillatoren für Laienhelfer im Jahr 2009 hatte die Gemeinde seinerzeit versucht, eine Signalwirkung auszulösen und andere Bereiche des öffentlichen Lebens wie Einkaufszentren, aber auch größere Betriebe und Arbeitgeber dazu zu ermuntern, selbst ein Gerät anzuschaffen. Mittlerweile sind gemeindeweit 19 Defibrillatoren bekannt – sechs in privaten Betrieben. „Womöglich gibt es noch weitere Unternehmen, die das aber noch nicht gemeldet haben“, so Hallanzy.

Bei den automatisierten externen Defibrillatoren (AED) analysiert eine Software den Herzrhythmus und entscheidet danach, ob eine Defibrillation notwendig ist. Nur bei einem positiven Ergebnis wird eine Funktion freigeschaltet und kann dann durch den Anwender ausgelöst werden. AED-Geräte sind durch ihre Bau- und Funktionsweise besonders für Laienhelfer geeignet. Nach den bisherigen Erfahrungen steigen die Überlebenschancen für die Betroffenen durch den frühzeitigen Einsatz von Defibrillatoren auf deutlich über 50 Prozent an, wenn bis zum Eintreffen des Notarztes mehr als fünf Minuten vergehen.

Eine Liste mit den Standorten gibt es auf der Internetseite der Kommune.

www.gemeindeganderkesee.de

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