Gemeinde will „e-up!“ testen 

Ganderkesee schafft Elektroauto an

Klimaschutzmanager Lars Gremlowski und Gemeinderat Rainer Lange (von links) unternahmen eine Probefahrt. - Foto: Gemeinde

Ganderkesee - Die Gemeinde Ganderkesee hat seit Kurzem einen Volkswagen „e-up!“ in ihrem Fuhrpark, teilte die Kommune mit. „Damit ist das erste Elektrofahrzeug überhaupt für uns im Einsatz“, berichtet Gemeinderat Rainer Lange erfreut. „Wir werden jetzt unsere Erfahrungen damit sammeln und dann weitersehen.“ Mittelfristig könne es durchaus weitere Fahrzeuge mit Elektroantrieb geben, so Lange.

Für Klimaschutzmanager Lars Gremlowski sind E-Autos auf Sicht eine echte Alternative zum konventionellen Pkw mit Verbrennungsmotor. „Wenn der Anteil regenerativer Energien weiter steigt, gehen auch die tatsächlichen Emissionen, die zurzeit noch bei der Stromerzeugung entstehen, gegen null.“ Beim Betrieb selbst entstehen bereits jetzt keine umweltschädlichen Abgase.

Vom Fahrgefühl haben sich Lange und Gremlowski bei einer kurzen Probefahrt selbst einen Eindruck verschafft. „Es ist zunächst etwas ungewohnt, denn man hört kaum, ob der Motor überhaupt an ist“, erklärt Lange. „Positiv überrascht hat mich auch die Beschleunigung. Die ist spürbar stärker als bei den meisten Diesel- oder Benzinfahrzeugen.“ Die Reichweite sei für Fahrten im Umkreis der Gemeinde mit – je nach Wetterlage – rund 130 Kilometern völlig ausreichend.

„Nachhaltige Mobilität im ländlichen Raum“

„Die Ladezeit liegt dabei etwa im Bereich von fünf bis sechs Stunden. Somit ist der Akku am Morgen wieder voll“, sagt Gremlowski. Die Anschaffungskosten für das erste Elektrofahrzeug der Gemeinde sowie die Ladevorrichtung wurden zu 50 Prozent vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit bezuschusst, worauf vereinbarungsgemäß mit Aufklebern hingewiesen wird.

Ein weiteres Elektrofahrzeug soll im Laufe des kommenden Jahres angeschafft werden. Gefördert wird es im Rahmen des Projekts „Nachhaltige Mobilität im ländlichen Raum“. Als Hauptnutzer kommen zunächst Ehrenamtliche aus dem Seniorenbeirat sowie Seniorenbegleiter aus dem Arbeitskreis der Selbsthilfegruppen Ganderkesee infrage.

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