Führung und Konzerte rund um das Instrument in der St. Cyprian und Cornelius Kirche

Ganderkesee feiert seine Arp-Schnitger-Orgel

Das Bremer Ensemble „La Ninfea“ ist am Sonntag, 10. April, ab 18 Uhr in Ganderkesee zu Gast.

Ganderkesee - Die berühmte Arp-Schnitger-Orgel in der Ganderkeseer St. Cyprian und Cornelius Kirche steht im Mittelpunkt diverser Termine, denn derzeit laufen die Schnitger-Tage. Um möglichst vielen Besuchern einen Zugang zu dem Instrument zu ermöglichen, hat Kreiskantor Thorsten Ahlrichs verschiedene Formate entwickelt. „Kunstwerke von so einem Rang stehen normalerweise in Museen und dürfen nur mit Handschuhen angefasst werden oder werden mit Panzerglas geschützt. Bei uns aber begleitet die Orgel seit vielen Hundert Jahren die Menschen in Freud und Leid und ist in Konzerten vielfältig direkt erlebbar“, erläutert Ahlrichs.

Am Sonnabend, 9. April, um 11.30 Uhr bietet er eine Führung in der Kirche an. Die Teilnehmer sollen etwas über Schnitger, seine Zeit, die Baugeschichte der Orgel, ihre Funktionsweise und die Klangmöglichkeiten erfahren. Organist Ahlrichs wird auch einige Stücke spielen. Der Eintritt ist kostenlos.

Abend mit französischer Barockmusik

Am Sonntag, 10. April, ab 18 Uhr ist das Bremer Ensemble „La Ninfea“ zu Gast. Die Gruppe hat sich auf französische Barockmusik spezialisiert und nimmt seine Zuhörer gemeinsam mit dem unbekannten Gefangenen mit der eisernen Maske mit in die Bastille im Jahre 1703.

Das Instrument Schnitgers neu und anders zu erleben, wird während des Konzerts „Nach(t)klänge“ am Freitag, 15. April, ab 21 Uhr möglich sein. In der illuminierten Kirche spielt Ahlrichs Werke, die von zeitgenössischen Komponisten speziell für historische Orgeln komponiert wurden.

Um dieses Konzert zu einem stimmungsvollen Ganzen werden zu lassen, aber die Besucher auch nicht ratlos mit der Musik allein zu lassen, bietet Ahlrichs um 20 Uhr vor dem Auftritt im Gemeindehaus einen etwa halbstündigen Einführungsvortrag als „Ohrenöffner“ in die Werke des Abends ein.

Am Sonnabend, 16. April, ab 16 Uhr schließt das kleine Festival mit einem Orgelkonzert für Kinder ab sechs Jahren. Gemeinsam mit dem Schauspieler Jarno Stiddien aus Oldenburg erzählt das Stück von Johannes Matthias Michel mit Musik von Johann Sebastian Bach die Geschichte der Arche Noah.

Die Historie der Orgel geht weit zurück. Im April 1699 schloss die Kirchengemeinde einen Bauvertrag für das Instrument. Bereits im Oktober desselben Jahres lieferte Schnitger sie ab. 1760 wurde die Orgel von Johann Hinrich Klappmeyer um zwei Pedaltürme erweitert. Besonders geschätzt werde sie wegen ihrer überragenden Klangqualität, so die Kirchengemeinde.

„Viele wissen, dass wir ein ganz besonderes Instrument hier stehen haben und haben es vielleicht auch schon oft gehört, aber wie es funktioniert, was das Besondere ist und warum sie so schön klingt, dass ist doch noch oft unbekannt“, erklärt Alrichs seine Idee, schließlich kämen Menschen aus aller Welt, um die Orgel zu hören.

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