Frühjahrsprogramm der regioVHS mit Schwerpunktthema „Syrien, Flucht, Asyl“

„Wir wissen um die Verantwortung“

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Die Bereichsleiter um VHS-Direktor Rolf Schütze (3. v. r.) stellten gestern das neue Programm der regioVHS vor.

Landkreis - Von Jan Schmidt. Stark von der Flüchtlings-Situation beeinflusst zeigt sich das neue Programm der regioVHS für die Bereiche Ganderkesee, Hude und Harpstedt. „An die Volkshochschule werden gesellschaftliche und politische Erwartungen gestellt. Wir wissen um diese Verantwortung und leisten dementsprechend einen wichtigen Beitrag zur Integration“, betonte Rolf Schütze, Direktor der regioVHS Ganderkesee-Hude, am Dienstag während eines Pressegesprächs.

Im Bereich der politischen Bildung laute das Schwerpunktthema „Syrien, Flucht, Asyl“. Am Donnerstag, 28. Januar, biete Dr. André Blank einen globalen und vor allem wissenschaftlichen Blick auf den Syrienkonflikt. Blank hat Politikwissenschaft, Soziologie und Islamwissenschaft studiert. Am German Institute for Global and Area Studies (GIGA) in Hamburg untersucht er derzeit vorwiegend die Fragen von Autoritarismus und politischer Transformation. Der kostenlose Vortrag beginnt um 19.30 Uhr im Haus Müller in Ganderkesee (Ring 24).

Hautnahe und persönliche Eindrücke gibt es rund zwei Wochen später während eines Vortrags mit der Journalistin Karin Leukefeld. „Die Syrien-Korrespondentin berichtet seit über 15 Jahren aus dem Vorderen Orient. Sie gibt dem Konflikt mit ihren Schilderungen ein Gesicht“, ist sich Schütze sicher.

Den dritten und abschließenden Beitrag zum Thema Syrien liefert Dr. Rudolf Seiters, der über die Betreuungssituation der Bürgerkriegsflüchtlinge im Landkreis Oldenburg berichtet. „Seiters ist aufgrund seiner politischen und verbandlichen Aktivitäten sehr angesehen“, betonte Schütze.

Von 1989 bis 1991 war Seiters als Bundesminister für besondere Aufgaben Chef des Bundeskanzleramtes, von 1991 bis 1993 Bundesminister des Innern und von 1998 bis 2002 Vizepräsident des Deutschen Bundestages tätig. Seit 2003 ist er Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, das in ganz Deutschland mit seinen Landes- und Kreisverbänden in der Flüchtlingshilfe aktiv ist. „Konkret wird es um die Fragen gehen, wie es vor Ort weitergeht und ob die Hilfsorganisationen den Aufwand wuppen können“, sagte Schütze. Einen verbindlichen Termin gebe es zwar noch nicht. Seiters habe jedoch eine verbindliche Zusage gemacht. „Über die Presse wird das genaue Datum bekannt gegeben“, versicherte Schütze.

Extrem aufgestockt hat die regioVHS ihr Engagement im Bereich Sprachen. Aktuell laufen zehn Deutschkurse – zwei in Harpstedt, einer in Groß Ippener, zwei in Ganderkesee, einer in Bookholzberg, einer in Hude sowie zwei berufsbezogene Sprachförderungs-Angebote in Oldenburg. „Wir werden durch die Flüchtlings-Situation stark herausgefordert, aber nicht überrannt. Darauf sind wir stolz“, unterstrich Schütze. Deike Becker berichtete aus dem Bereich der Lernförderung für Kinder, dass die Teilnehmerzahl im vergangenen Jahr explodiert sei. „2015 hatten wir mehr als 10000 Unterrichtseinheiten mit über 200 Kindern und Jugendlichen.“ Erwartungsgemäß werde die Zahl künftig noch steigen.

Die regioVHS sucht für alle Bereiche noch Dozenten, die auf Honorarbasis arbeiten. Der Kontakt läuft über Telefon 04222/44444. Unter gleicher Nummer nimmt die VHS auch Anmeldungen für die Kurse und Abendvorträge entgegen.

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