Jet-Flugtage in Ganderkesee

Flugzeuge mit über 200 Stundenkilometern in der Luft

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Dicht gedrängt standen die Maschinen und die Zuschauer bei den Jet-Flugtagen.

Ganderkesee - Mehr als 70 Modellbauer präsentierten am Wochenende Militärjets, legendäre Doppeldecker und Passagierflugzeuge bei den achten Jet-Flugtagen in Ganderkesee. Mit einem reichhaltigen Show-Flug-Programm der einzelnen Piloten wurden mehrere tausend Besucher auf das Gelände des Flugplatzes gelockt. Sie kamen voll auf ihre Kosten: Mit teilweise über 200 Stundenkilometern, betankt entweder mit Kerosin oder Benzin, flogen die Jets über die Köpfe der Zuschauer hinweg.

Mit dabei war diesmal auch ein Team aus Belgien mit Jhan Bootsmons (Techniker), Ivons Tanghen (Konstrukteur) sowie Luido Lingten (Pilot), das ein Großmodell der „Christen Eagle“ und der „Boeing PT-17“ im Maßstab 1:2 vorführte. Die Belgier sind auf vielen Treffen im In- und Ausland dabei. In Ganderkesee waren sie allerdings das erste Mal. Seit über 40 Jahren sind sie erfahrene Piloten mit ihren Showmaschinen. „Meinem Hobby widme ich jeden Tag mehrere Stunden“, sagte Tanghen.

„Wenn Leute behaupten, dass Modellbau nur Kinderkram ist, dann irren sie sich gewaltig. Denn immerhin ist unheimlich viel Technik in einem Flieger verbaut“, betonte der 23-jährige Domenik Rudis aus Issum, Kreis Kleve. Er hatte sein Modellflugzeug „Hype Extra 330 SC“ mitgebracht, das eine Geschwindigkeit von über 200 Stundenkilometern erreicht. Seit seiner Kindheit ist er mit der Modellfliegerei beschäftigt. Doch in diesem Jahr hatte er Pech mit seinen Flugvorführungen, denn beim Landeanflug wurde das Höhenruder abgerissen.

Jet-Flugtage in Ganderkesee

Erstmals dabei war auch der 19-jährige Sebastian Borg aus dem Emsland. Seit sechs Jahren ist er begeisterter Modellflug-Pilot. Er führte seine „Extra 330 SC“ dem Publikum mit einigen Stunts vor.

Mit einem Trauerflor zog es die Mitglieder des Modellsport-Clubs Oldenburg-Edewecht (Kreis Ammerland) gleich mit mehreren Modellen in die Luft. Sie wollten damit an den vor drei Wochen verstorbenen Modellbauer Toni Clark erinnern.

Mit einem Militärjet startete der 67-jährige Friedhelm Graulich aus Petershagen aus dem Kreis Minden-Lübbecke in Ganderkesee. Dabei handelte es sich um einen US-Starfighter „F 104“ mit einem Gesamtwert von 10.000 Euro. Da sein Flugzeug mit Kerosin betankt und per Turbinengas gestartet wird, hat er immer einen Feuerlöscher dabei.

jb

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