Farbige Isolierung für Rohre, Beschriftungen und Sichtfenster sollen Unterrichtsraum im Untergrund schaffen

Umweltzentrum plant Schulungs-Heizungskeller

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Katharina Witte, Marina Becker-Kückens und Martin Brinkmann (von links) im noch nicht umgebauten Heizungskeller des Umweltbildungszentrums in Hollen.

Hollen - „Energiesparen im Untergrund“ heißt ein neues Projekt, das derzeit am Regionalen Umweltbildungszentrum (Ruz) in Hollen (Gemeinde Ganderkesee) vorangetrieben wird. Schulkinder sollen im Heizungskeller etwas über Energie und vor allem das Einsparen derselben lernen.

Verantwortlich ist Katharina Witte, die viel Potenzial sieht. Aber dafür muss sich noch einiges ändern. Mit „wirrer Technik“ könnten die Schüler nichts anfangen, meint die 29-jährige Physikerin. Deswegen sollen die Kunststoffisolierungen für Rohre farblich angepasst werden – blau für kaltes und rot für warmes Wasser. Zudem möchte sie Beschriftungen an den Geräten wie dem Warmwasserspreicher und dem Ausdehnungsgefäß anbringen. Eventuell könnten Schüler die Geräte auch mit vorgefertigten Aufklebern selbst benennen. Auch ein Sichtfenster für den Heizungskessel ist denkbar. So sollen die Kinder „spielerisch den Brückenschlag“ hinbekommen und lernen, wo und wie sich beim Heizen vielleicht etwas weniger Energie verbrauchen lässt, hofft Witte.

Das Projekt hat eine Laufzeit von zwei Jahren und wird von der Bingo-Umweltstiftung mit 27000 Euro gefördert. Nicht nur der Ruz-Keller soll umgebaut werden, sondern auch zwei Heizungsräume in Schulen. Welche Einrichtungen „beglückt“ werden, ist allerdings noch nicht klar. Wahrscheinlich eine im Landkreis Oldenburg und eine in Delmenhorst.

Neben diesem neuen Projekt stellte Ruz-Sprecherin Marina Becker-Kückens mit ihrem Kollegen Martin Brinkmann auch die Jahresbilanz vor. Derzufolge haben 275 Schulklassen aus dem Landkreis Oldenburg an einer Schulung in Hollen und der Außenstelle in Huntlosen teilgenommen. Der weitaus größte Teil (241) sind Grundschulen. Damit bewegen sich die Zahlen etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Bei den Stromsparchecks hatte Becker-Kückens übrigens gute Neuigkeiten zu vermelden: Der Engpass bei den ehrenamtlichen Mitarbeitern, über den wir berichtet hatten, sei behoben.

bor

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