Diskussion der Landtagskandidaten

„In was für einer Welt leben Sie denn?!“

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Niels-Christian Heins (FDP), Arnold Hansen (Freie Wähler),Harm Rykena (AfD), Anne-Marie Glowienka (CDU), Axel Brammer (SPD) und Eduard Hüsers (Grüne) diskutierten unter der Leitung der Moderatoren Stefan Idel und Hergen Schelling (von rechts).

Ganderkesee - Fünf der sieben Landtagskandidaten im Wahlkreis 64 (Landkreis Oldenburg ohne Wildeshausen und Großenkneten) haben sich und ihre Politik am Freitagabend während einer Podiumsdiskussion im Ganderkeseer Rathaus vorgestellt.

Eduard Hüsers (Grüne) vertrat die Kandidatin Kirsten Neuhaus und diskutierte mit Axel Brammer (SPD), Anne-Marie Glowienka (CDU), Niels-Christian Heins (FDP), Arnold Hansen (Freie Wähler) und Harm Rykena (AfD) über die Themen „Innere Sicherheit/Integration“, „Bildung/Erziehung“ und „Landwirtschaft/Umweltschutz“.

„In was für einer Welt leben Sie denn?!“, warf Hüsers dem Kandidaten der AfD beim Thema „Flüchtlinge“ an den Kopf. Rykena hatte gefordert, diese nur noch einreisen zu lassen, wenn sie einen Pass dabei haben. „Das sind Kriegsflüchtlinge, da holen Sie doch nicht noch Ihren Pass aus dem Haus, wenn auf Sie geschossen wird“, sagte Hüsers, der dafür einigen Applaus der knapp 80 Zuhörer bekam.

Glowienka sah grundsätzlich ein Sicherheitsproblem und forderte 3. 000 zusätzliche Polizisten sowie mehr Videoüberwachung. Auch Rykena wollte mehr Beamte, während Brammer sagte, derzeit seien so viele Polizisten in Ausbildung wie noch nie. Hüsers setzte auf mehr Prävention. „Wir brauchen eine gute Bildung, die Werte vermittelt.“

Was die Bildung anging, zeigten sich beim Thema „Inklusion“ klare Unterschiede. „So, wie es jetzt läuft, kann es nicht weitergehen“, meinte Glowienka. Eltern sollten auf jeden Fall die Wahlfreiheit haben. Heins und Rykena waren wie die CDU-Kandidatin für einen Erhalt der Förderschulen (FS). „Es wird bei der Abschaffung der FS Lernen bleiben“, hielt Brammer dagegen. „An der Inklusion kommen wir nicht vorbei“, so Hüsers.

Auch in Sachen Novellierung des Wassergesetzes standen beide zusammen. Sie unterstützten wie die Landesregierung das Düngeverbot auf einem Randstreifen entlang von Gewässern im Gegensatz zu allen anderen Kandidaten. „Die EU macht uns Druck, wir müssen handeln“, so Brammer. 

bor

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