„Blutspur führt bis in den Landkreis“

SPD-Senioren erinnern in Ganderkesee an das Ende des Zweiten Weltkriegs

SPD-Mitglieder gedachten der am 23. April 1945 bei der Verteidigung von Ganderkesee gefallenen Soldaten an deren Gräbern neben der Kirche im Ganterort.

Ganderkesee - Sozialdemokraten der AG-60plus haben am Freitag der 56 am 23. April 1945 bei der Verteidigung von Ganderkesee gefallenen Soldaten gedacht. In den letzten Kriegswochen starben noch rund 200 deutsche Soldaten im Landkreis Oldenburg, berichtete Hermann Bokelmann, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft. Die SPD-Mitglieder waren anlässlich des vor 75 Jahren ausgebrochenen Zweiten Weltkrieges zusammengekommen.

„Diese Kreuze zeigen die Blutspur von Stalingrad bis in unseren Landkreis. Und sie setzt sich heute noch fort in Aleppo, Mossul“, sagte Bokelmann vor den Gräbern bei der St.-Cyprian- und Cornelius-Kirche. „Unsere Jahrgänge wurden von den Nazis ideologisch verführt und manipuliert. Sie haben erst später bemerkt, welches Unheil Diktatur und Krieg über Europa sowie die Welt brachten.“

AG warnt vor dem Weg der Demagogen

Gerade deshalb müsse man heute auf die Folgen von wieder aufkeimendem Nationalismus und Extremismus hinweisen. „Wir müssen mit unserer Erfahrung mahnen: ,Wählt nicht den Weg der Demagogen, die diesen mit Schlagworten glätten. Der Weg der Demokraten hat zwar Schlaglöcher, aber er ist der einzige, der in eine freiheitliche und friedliche Zukunft führt. Wir haben für ein offenes und friedliches Europa gekämpft, sorgt mit dafür, dass es nicht zerbricht“, appellierte der Alt-Landrat an die Jüngeren.

„Unsere Jahrgänge, die den Krieg bewusst miterlebten, werden weniger. Wir sind die Letzten, die persönlich mahnen können. Wir Alten wollen und müssen dafür sorgen, dass die Toten nicht vergessen werden“, forderte Bokelmann. Die Gefallenen mahnten: „Sorgt für Frieden!“

Den bekomme man aber nicht geschenkt. Dafür müssten viele Menschen hart arbeiten – in Schulen und Familien, in Parteien, Verbänden und Kirchen, überall. Bokelmann betonte: „Wir wollen keine Aufrüstung in Europa. Wir wollen nicht, dass mit Panzerketten gerasselt wird. Aber wir wünschen uns eine bessere Ausrüstung für unsere Bundeswehr, damit die Soldaten bei ihren Einsätzen zum Erhalt des Friedens nicht mit schlechten Hubschraubern abstürzen.“

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