1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Oldenburg
  4. Ganderkesee

Bauarbeiten zu neuem Radweg in Bergedorf entlang der Straße Ohe beginnen

Erstellt:

Von: Leif Rullhusen

Kommentare

Gute Laune beim Ortstermin zum Baustart (v.l.): Sabine Finke (Leiterin des Fachdienstes Straße und Verkehr), Bürgermeister Ralf Wessel, Ortsvereinsvorsitzender Friedhard Johannes, Jürgen Struthoff (FDP-Ratsherr), Anne Willenborg (Fachdienst Tiefbau) und Gerd Logemann (CDU-Ratsherr).
Gute Laune beim Ortstermin zum Baustart (v.l.): Sabine Finke (Leiterin des Fachdienstes Straße und Verkehr), Bürgermeister Ralf Wessel, Ortsvereinsvorsitzender Friedhard Johannes, Jürgen Struthoff (FDP-Ratsherr), Anne Willenborg (Fachdienst Tiefbau) und Gerd Logemann (CDU-Ratsherr). © rullhusen

Die Strecke entlang der Straße Ohe in Bergedorf können Radfahrer bald deutlich entspannter und sicherer unter ihre Räder nehmen.

Bergedorf – Erntefahrzeuge oder Lastwagen konnten für Radfahrer auf der Straße Ohe zur gefährlichen Herausforderung werden. Auch vorbeirasende Autos ließen den Adrenalinspiegel bei Radlern auf der schmalen Landstraße schnell in die Höhe schießen.Damit ist im September dieses Jahres Schluss. Dann soll ein neuer, 1,7 Kilometer langer und zweieinhalb Meter breiter asphaltierter Radweg entlang der Ohe zwischen Bergedorf und der Einmündung zur Kreisstraße 232 (Delthuner Straße/Bergedorfer Landstraße fertig sein.

Baubeginn bei Vor-Ort-Termin angekündigt

Am Mittwoch kündigten Anne Willenborg vom Fachdienst Tiefbau und Ganderkesees Bürgermeister Ralf Wessel bei einem Vor-Ort-Termin den Baubeginn des knapp eine Million Euro teuren Projektes an. An dem Termin nahmen ebenfalls die Ratsherren Gerd Logemann (CDU) und Jürgen Struthoff (FDP) sowie Bergedorfs Ortsvereinsvorsitzende Friedhard Johannes teil.

Ein starkes Zeichen für den ländlichen Raum

„In zwei bis drei Wochen soll es losgehen“, berichtete Willenborg. Die vorbereitenden Maßnahmen für den Bau seinen bereits abgeschlossen. Zwei Bäume hätten noch gefällt werden müssen. Für die werde es aber Ersatzpflanzungen geben. Zum Herbst seien die Arbeiten voraussichtlich beendet. „Damit wird Bergedorf endlich ans Radwegenetz angeschlossen“, sagte Wessel. Das sei auch ein starkes Zeichen für den ländlichen Raum. Die Trasse schaffe mehr Sicherheit und mache das Radfahren nicht nur für den Schul- oder Arbeitsweg, sondern auch für Ausflüge und alltägliche Besorgungen zu einer echten Alternative. „Die damit geschaffene Radwegeverbindung geht über die Gemeinde Ganderkesee hinaus“, so der Bürgermeister. Der neue Weg habe eine vernetzende Funktion.

Dank an die Anwohner

Die Trasse werde nicht direkt an der Fahrbahn entlang führen, sondern durch eine vorhandene Wallhecke und einen Graben von ihr getrennt, erklärte Willenborg. Erst am Ortsschild in Bergedorf werde sie an die Fahrbahn herangeführt.“ Die Tiefbauspezialistin dankte den Anwohnern, die für diese Streckenführung Grund und Boden hätten hergeben müssen. Auch der Grünbereich um das Denkmal in Bergedorf wird durch den Radweg etwas beschnitten. „Dann haben wir mit der Pflege dort auch weniger Arbeit“, scherzte Johannes. Insbesondere zur Feierabend- und Erntezeit gebe es viel Verkehr auf der Ohe. „Ein großer Teil des Ortes freut sich auf den Radweg“, so der Ortsvorsteher.

Förderprogramm übernimmt 80 Prozent der Baukosten

Den Startschuss für den Bau gab ein Förderbescheid aus dem Bundesprogramm „Stadt und Land“. Im Dezember bekam die Gemeinde die Zusage für die Fördermittel in Höhe von 743 000 Euro. Damit übernimmt das Programm 80 Prozent der Baukosten, die die Gemeinde mit 960 000 Euro kalkuliert. Der Zeitpunkt für dieses vom Bund neu aufgelegte Förderprogramm sei perfekt gewesen, berichtete Willenborg. „Wir waren mit der Planung des Radweges gerade so weit, dass wir es direkt in Anspruch nehmen konnten.“

Ursprünglich seien Mittel nach dem Niedersächsischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (NGVFG) beantragt und auch bewilligt worden. Da diese jedoch niedriger ausfielen als die Bundesförderung, habe die Gemeinde den ersten Antrag zurückgezogen.

Bodenuntersuchungen haben bislang keine Auffälligkeiten gezeigt

Hindernisse, die den anvisierten Fertigstellungstermin im September gefährden könnten, sieht Willenborg gegenwärtig nicht. Bodenuntersuchungen hätten bislang keine Auffälligkeiten gezeigt. „Es ist aber Tiefbau. Oft entdeckt man Dinge erst, wenn die Baggerschaufel sie herausholt“, sagte sie. Die Planung des Projektes liegt in den Händen des Oldenburger Ingenieurbüros Gerdes. Die Bauarbeiten übernimmt die Firma „Gabau Straßen und Tiefbau“ aus Lohne.

Auch interessant

Kommentare