Ab April: „Radeln nach Zahlen“

Auf den Karten sind auch Bahnhöfe und Sehenswürdigkeiten markiert.

Wer sich ein Fahrrad zu Weihnachten wünscht, kann sich schon jetzt freuen: Der Landkreis Oldenburg will im kommenden Jahr 13 neue Radtouren inklusive 170 Infotafeln und Kartenmaterial anbieten. An einigen Orten sind die neuen Schilder bereits zu sehen.

Landkreis Oldenburg – Nicht nur Touristen, sondern auch Alltagsradler sollen von dem neuen Wegeangebot im Naturpark Wildeshauser Geest profitieren, verspricht der gleichnamige Zweckverband. Ab April 2020 sollen 13 neu entwickelte Thementouren mit Namen wie „HeimatSchätze“, „LandGenuss“ und „WaldSpuren“ für Fahrradbegeisterte im Landkreis Oldenburg zur Verfügung stehen. Dieses Angebot werde durch sieben weitere Strecken aus den Mitgliedsgemeinden der Landkreise Vechta und Diepholz ergänzt, teilt der Zweckverband mit.

Jede Tour hat ein eigenes Logo, fast alle sind mit dem Zug erreichbar – ein großer Vorteil für alle, die nicht vor der Haustür starten können oder wollen. Bestehen bleiben die Fernradwege sowie die drei Naturpark-Mehrtagestouren. Wer lieber selbst einen Ausflug planen möchte, dem hilft die ebenfalls neu eingeführte Knotenpunktwegweisung. Unter dem Motto „Radeln nach Zahlen“ hat der Zweckverband 170 Infotafeln aufgestellt, die nummeriert sind und eine Kartenübersicht zeigen. Darauf sind auch interessante Orte in der Umgebung markiert: zum Beispiel der Weg zum nächsten Bahnhof, zu schönen Rastplätzen oder Sehenswürdigkeiten der Region. Das System ist mit dem der anliegenden Landkreise Vechta und Cloppenburg verknüpft.

Mit dieser Orientierungshilfe ist es zudem möglich, den schnellsten Weg herauszufinden. Dafür gibt es laut Zweckverband eine modernisierte Zielwegweisung mit Kilometerangabe. Diese mache die Alternativen sichtbar: Entweder nutzen Radler den direkten Weg oder einen landschaftlich schöneren. Letzterer sei anhand eines Baum-Piktogramms zu erkennen. Die „nagelneue Beschilderung, ein vielseitiges Tourenangebot sowie entsprechendes Kartenmaterial“ sollen am 3. Mai beim „FahrRad!-Tag“ in Kooperation mit der Klimameile auf dem Wildeshauser Wohlfühlfest vorgestellt werden, schreibt der Zweckverband. Zur Einweihung soll es Sternfahrten sowie Aktionen geben.

Seinen Anfang nahm das Projekt im Jahr 2017. Seit September sind die ersten Schilder in den Gemeinden zu sehen. In der Zwischenzeit hat ein Planungs- und Entwicklungsbüro das rund 1 200 Kilometer lange Streckennetz komplett abgefahren und bewertet. Als Resultat sind schlechte Wegabschnitte aus der Beschilderung herausgefallen und neue hinzugekommen. Wichtig war dem Zweckverband zudem, die Übergänge zwischen den Landkreisen abzustimmen. Neben der Unteren Naturschutzbehörde und dem Straßenverkehrsamt waren auch die Landesforsten, die Straßenmeistereien, die Eigentümer der Wege sowie die Gemeinden an dem Prozess beteiligt. Infolgedessen soll es Holztafeln im Naturschutzgebiet und grün lackierte Pfosten in vielen Waldgebieten geben.

Für den Aufbau der neuen Schilder sowie den Abbau der 20 Jahre alten Wegweiser ist der Zweckverband Kommunalservice Nordwest zuständig. Er begann im September in Hude und Ganderkesee mit den Arbeiten. Mittlerweile haben auch die sechs kommunalen Bauhöfe die Hinweistafeln erhalten.

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