Alice Gerken-Klaas dementiert Gerüchte

Gemeinde setzt auf Mobilbauten

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Die Gemeinde Ganderkesee setzt auf größere Mobilbauten.

Ganderkesee - Die Gemeinde Ganderkesee wird bei der Unterbringung von Flüchtlingen vorrangig auf größere Mobilbauten und dezentrales Wohnen setzen. „Turnhallen sind immer die allerletzte Option“, betont Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas in einer Pressemitteilung. Die Prognosen bezüglich der zu erwartenden Asylbewerber seien zurzeit zwar mit Vorsicht zu betrachten: „Nach dem aktuellen Stand kommen wir die nächsten Monate aber ohne zusätzliche Turnhallen aus.“

Kontraproduktiv seien Gerüchte, die immer wieder im Zuge der Flüchtlingskrise in den einzelnen Ortsteilen auftauchten, so die Bürgermeisterin. „Die Gemeinde ist verpflichtet, den hier ankommenden Menschen ein Dach über den Kopf zu bieten.“ Gemeindeeigene Gebäude könnten dafür natürlich nicht generell ausgenommen werden, so sie als Unterkunft taugen. Die Verwaltung wisse um die gewachsenen sozialen Strukturen in der Gemeinde und versuche auf diese Rücksicht zu nehmen, erklärt Fachdienstleiterin Sieglinde Jahn. „Bislang gelingt es uns größtenteils noch, betroffenen Vereinen und Gruppen Ersatz anzubieten.“

Ein Verteilen der Flüchtlinge auf die einzelnen Ortsteile mittels einer Quote werde es auch in Zukunft nicht geben können, sagt Gerken-Klaas. Wichtigstes Kriterium sei die grundsätzliche Eignung des angebotenen Wohnraums oder eines Standorts für Mobilbauten.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Nutzung der Turnhalle Habbrügger Weg und der geplanten Mobilhalle im Stadion (wir berichteten) sei etwa die nahegelegene Turnhalle der Grundschule Dürerstraße als weiterer Standort für eine Flüchtlingsunterbringung derzeit „überhaupt kein Thema“, betont Gerken-Klaas.

Weitere Turnhallen könnten nach jetzigem Stand höchstens für eine kurzfristige Überbrückung von Engpässen für wenige Tage oder Wochen herangezogen werden, so Gerken-Klaas. Ob es selbst dazu kommt, sei gegenwärtig noch nicht abzusehen. „Es wird nicht ohne Abstriche gehen. Aber wenn sich die Pläne der Verwaltung umsetzen lassen und sich die bundesweite Lage einigermaßen stabilisiert, ist die Gemeinde aus heutiger Sicht vergleichsweise gut aufgestellt.“

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