Gildefest-Auftakt

Gänsehaut-Feeling bei „Amazing Grace“

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General, König und Oberst (v.l.) beim Abschreiten der Front.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Bei der Serenade „Highland Cathedral“, dargeboten von der „Crossed Swords Pipeband“ und dem Musikkorps Wittekind im Rahmen des Großen Zapfenstreichs auf der Burgwiese lief es manchen der fast 6 000 Besucher kalt den Rücken herunter. Welch furioser und stimmungsvoller Auftakt des Wildeshauser Gildefestes.

Mit dem Engagement der Dudelsack-Gruppe hatten die Organisatoren abermals einen Glücksgriff getan. „Letztes Jahr haben wir für die Russen in Moskau gespielt, davor waren wir in Schottland in Edinburgh, und heute sind wir in Wildesheim“, erkärte Pipemajor David Johnston und ließ sich dann korrigieren: „Natürlich in Wildeshausen.“

Schon mit „Amazing Grace“ packten die rund 50 Musiker die Zuschauer, als sie dann überraschend beim Zapfenstreich noch einmal aufliefen, war die Begeisterung groß.

Überhaupt war die Stimmung in der Stadt gut – schon allein deshalb, weil das Wetter hielt, und die Temperaturen relativ mild waren.

Zum offiziellen Gildefestauftakt trafen sich die Ehrengäste im Rathaus. General Kian Shahidi begrüßte Oberst Ernst Frost, Schaffer Gerald Kreienborg und König Erik Beyer sowie neben den Abgeordneten aus Bundes- und Landtag auch den Oberst des Landeskommandos Bremen der Bundeswehr, Dietmar Werstler.

Shahidi betonte die identitätsstiftende Wirkung der Wildeshauser Schützengilde.

„Die Motivation zum Mitmachen speist sich stark aus emotionalen Faktoren. Lust, Stimmung und vor allem auch Spaß sind relevante Größen.“ Stark motivierend wirkten die zahlreichen Aktivitäten, Festivitäten und Veranstaltungen der Gilde, die sich über das ganze Jahr verteilen, allen voran das Gildefest.

„Unser Gildefest wirkt gemeinschaftsbildend. Es ist das Hauptforum für Kontakt und geselliges Zusammensein“, so der General. „Das gilt für Schwarzröcke ebenso wie für Besucher und Außenstehende. Uns macht es Spaß, Tradition aktiv zu leben. Dabei ist es der Traum vieler Mitglieder, einmal im Leben König der Wildeshauser Schützengilde zu werden. Mitunter ist es sogar fester Bestandteil der persönlichen Lebensplanung.“

Shahidi bezog in seiner Rede zugleich auch die vielen Gildeclubs ein, die persönliche Nähe zwischen den einzelnen Mitgliedern und Zusammenhalt förderten. „Der Gildeclub ist ein zentrales Forum für Sozialkontakte und gemeinschaftliche Aktivitäten.“ Ein ganz besonderes Lob sprach Shahidi den Frauen aus: „Sie operieren im Hintergrund und leisten eine hervorragende logistische Unterstützung.“ Das, so der General, sei ein besonderen Applaus wert.

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