Anlässlich des Weltkindertags beschäftigten sich Pastor Lübben und Neerstedter Kindergartenkinder mit diesem Thema

Wie funktioniert Herantasten an Religion im Alltag ?

Auch gemeinsames Singen stand gestern auf dem Programm.

Neerstedt - (ts) n „Nein, das ist doch unser Mattenwagen“, entlarvten die Mädchen und Jungen des Kindergartens Neerstedt Pastor Hartmut Lübbens selbsterrichteten Altar. Dieser musste gestern über den „herrlichen Realismus“ der Kleinsten schmunzeln, als er mit ihnen anlässlich des bevorstehenden Weltkindertags das Motto „Kinder haben Rechte – auch auf Religion“ aufarbeitete.

Im Vorfeld hatten sich die etwa 50 Kinder in den jeweiligen Gruppen bereits mit der Geschichte vom zwölfjährigen Jesus im Tempel befasst und wussten bestens Bescheid, als Pastor Lübben mithilfe von Bildern schilderte, wie sich Joseph und Maria mit Jesus auf den Weg zum Passahfest nach Jerusalem machten. „Mit ihrem Wagen brausten sie über die Autobahn los“, begann Lübben und stieß sofort auf Protest. „Autos gab es damals noch nicht, die sind mit dem Zug gefahren“, schlug einer der Jungen vor. „Nein, die sind auf Eseln geritten“, wusste es einer besser.

Pastor Lübben brauchte die Geschichte gestern nur zu ergänzen, die Kinder erzählten von selbst, wie Joseph und Maria auf dem Nachhauseweg vom Fest bemerkten, dass Jesus fehlt, wie sie zurück nach Jerusalem gingen und ihren Sohn im Tempel fanden, wo er mit den Priestern diskutierte, ob Gott immer in der Nähe ist. „Jesus wollte da bleiben, weil er dort zu Hause ist“, berichtete eines der Kinder. „Das müsst ihr mir erklären“, antwortete Lübben. „Weil er neben Joseph noch einen Vater im Himmel hatte“, sagten die Kleinsten.

Mit der Geschichte wollte Pastor Lübben den Kindern vermitteln, dass auch Jesus sich schon in jungen Jahren mit der Religion befasst hat und dass Kinder ein Recht darauf haben. Zu Beginn des Vormittags hatte er auch an die anwesenden Eltern die Frage gestellt: „Wie funktioniert das Herantasten an die Religion im Alltag?“ Die Antwort hatten die Neerstedter Kinder anschließend selbst geliefert, in dem fast jedes seinen Teil zur Geschichte beitragen wollte. Ein gemeinsam gesprochener Psalm unter dem Motto „Gott ist da“ und Lieder wie „Wie groß ist Gottes Liebe?“ rundeten den Vormittag ab.

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