Winkelsett denkt über LTE-Option nach

Per Funk ins World Wide Web?

Oldenburg - WINKELSETT (msi) · Im Tal der Ahnungslosen liegt die Gemeinde Winkelsett beileibe nicht. Aber der Anschluss an die schnelle Welt des Internets ist dort nach wie vor nur mit Einschränkungen möglich.

Abhilfe könnte eine neue Funktechnik schaffen, die der Gemeinderat am Dienstagabend vorgestellt bekam. Hans-Werner Aschoff, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Oldenburg (WLO), und Thomas Windgassen, Leiter der EWE-Geschäftsregion Cuxhaven/Delmenhorst, waren der Einladung von Bürgermeister Gert Weidenhöfer ins Gasthaus Meyer gefolgt und berichteten über die technischen Möglichkeiten.

Ein Ausbau des Kabelnetzes in der Gemeinde ist nur beschränkt möglich. Windgassen erwähnte 44 Haushalte, die mit schnellem Internet versorgt werden könnten. „Doch viele dieser Häuser liegen zu weit vom Kabelverteiler entfernt, sodass am Ende der Leitung kaum noch etwas ankommt“, sagte er. Maximal 3,5 Kilometer dürfe die „letzte Meile“ vom Kabelverteiler bis zum Hausanschluss lang sein. Dann sei die Kapazität der Kupferkabel erschöpft. Eine Installation leistungsfähigerer Glasfaserkabel durch die EWE sei nicht möglich, weil die Telekom die „letzte Meile“ in ihrer Obhut hat. Von einem Ausbau auf Kosten der Gemeinde riet Windgassen ab. „Das wäre eine fünfstellige Summe, die Sie für 44 Haushalte investieren müssten.“

Abhilfe könnte die neue Funktechnik „Long Term Evolution“ (LTE) bringen. Dabei handelt es sich um ehemalige Radiofrequenzen, die jetzt von der Telekom, Vodafone und O2 für Datenverkehre genutzt werden. „Ein Anbieter will einen Funkturm in Dünsen aufrüsten. Damit könnte LTE auch in Winkelsett zur Verfügung stehen“, sagte Aschoff, ohne jedoch den Anbieter zu nennen. LTE hat eine Empfangsweite von zehn Kilometern (Luftlinie) um den Sendemast herum. Nach Angaben des WLO-Geschäftsführers soll der Ausbau des Funknetzes bis 2015 erfolgen und dieses dann bis zu 90 Prozent der bislang unterversorgten Gebiete den Zugang zu schnellem Internet ermöglichen. „Einige Provider wollen ihren Ausbau aber schon 2013 abgeschlossen haben“, wusste Aschoff.

Bürgermeister Gert Weidenhöfer wird nun den Kontakt zu den Anbietern suchen und genauer ausloten, welche Möglichkeiten für eine Breitbandversorgung in der Gemeinde Winkelsett bestehen.

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