Vokalensemble „amacord“ begeistert 250 Besucher in der Alexanderkirche

Fünf Männer hatten „nur“ ihre Stimmen zu bieten

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Vom ersten Ton an begeisterten die Sänger ihr Publikum in der Alexanderkirche. ·

Wildeshausen - Von Andreas HenselerDas Wort „amarcord“ heißt im italienischen Dialekt „Ich erinnere mich“ – die fünf schlanken, schwarz gekleideten jungen Männer des gleichnamigen Vokalensembles dürfen sicher sein, dass ihr Auftritt vom Samstagabend in der Wildeshauser Alexanderkirche bestimmt nicht vergessen wird.

„Sie erleben heute Abend ein Ensemble der Extraklasse““, hatte Gudrun Michler vom Vorstand des Kulturkreises während ihrer Begrüßung nicht zu viel versprochen, denn die hoch gesteckten Erwartungen der rund 250 Besucher wurden im Verlauf des Konzertes voll und ganz erfüllt.

Auf ihrem Weg zum 22. Festival de Arte Sacro in Madrid machte das fünfköpfige Vokalensemble „amacord“ Station in dem ältesten sakralen Gebäude im Oldenburger Land. Und so standen fünf Männer in der Kirche und hatten nichts weiter zu bieten als ihre Stimmen. Doch als sie zu singen begannen versanken die Zuhörer in Schweigen und andächtiges Lauschen.

Unverwechselbare Klänge mit atemberaubender Homogenität und musikalischer Stilsicherheit, das waren an diesem Abend die Markenzeichen des Quintetts. Auf besondere Weise wurden die Musikstücke des Ensembles durch die gute Akustik des Gotteshauses betont, so dass sich mehr als nur ein Besucher in die Blütezeit der Klöster mit den Gesängen der Mönche zurückversetzt gefühlt haben dürfte.

Mit ihrem facettenreichen und breit gefächert Repertoire – zusammengestellt und angepasst für den Auftritt in einer Kirche – verstanden es die fünf ehemaligen Mitglieder des berühmten Leipziger Thomanerchors den Zuhörern mehr als nur zu gefallen. Die Tenöre Wolfram und Martin Lattke, Bariton Frank Ozimek und die Bässe Daniel Knauft und Holger Krause eröffneten den außergewöhnlichen Konzertabend mit einem Kyrie und steigerten sich von Madrigalen und Gesängen des Mittelalters über Gregorianische Gesänge bis hin zu Werken zeitgenössischer Komponisten wie Marcus Ludwig oder John Taventer sowie eigens ausgewählte Spirituals.

Bei allem Erfolg vergaß es Gudrun Michler nicht, neben dem Gemeindekirchenrat, auch den zahlreichen Helfern vor und hinter den Kulissen für die Zusammenarbeit zu danken.

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