Verwaltung übernimmt Geschäfte

Führung der GEG bald im Ehrenamt

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · In nicht öffentlicher Sitzung hat der Rat seine Entscheidung zur Abwicklung der Grundstücks- und Erschließungsgesellschaft (GEG) weiter konkretisiert. So ist es geplant, die GEG als Firmenmantel ohne Kerngeschäft fortzuführen. Nach Ausscheiden des amtierenden Geschäftsführers soll ein ehrenamtlicher Geschäftsführer bestellt werden.

Wie bereits gestern berichtet, verzichtete der Rat mehrheitlich darauf, noch einmal Geschäftsführer Hermann Busch die Gelegenheit zu geben, ein Konzept zur Weiterführung der GEG zu entwickeln. Angesichts der Möglichkeit, doch noch zeitnah einen Neubau der St.-Peter-Turnhalle realisieren zu können, wurde eine weitere Unterstützung der GEG mit bis zu 110 000 Euro jährlich abgelehnt. „Wir können nicht anders handeln, als die Aufgabe der GEG an die Verwaltung zu übertragen“, so die SPD-Fraktionsvorsitzende Evelyn Goosmann. Das sah Karl-Wilhelm Jacobi (FDP) anders: „Ihr wollt nicht anders.“ Die GEG sei ein Modell, das Wildeshausen vorwärts gebracht habe. Und es sei klar, warum die GEG kein Betätigungsfeld mehr habe: Weil die Mehrheit neue Gewerbegrundstücke, das Industriegebiet in Steinloge und den neuen Bebauungsplan im Gebiet am Reepmoorsweg abgelehnt habe. Wie berichtet, wurden diese von der Mehrheitsgruppe gewollten Pläne wegen der Finanzmisere geschoben.

Rainer Kolloge (UWG) hingegen fand es schlimm, welche Bedeutung die GEG für die Mehrheitsgruppe bekommen habe. „Ich habe den Eindruck, das Schicksal der Stadt hängt am Schicksal der GEG.“ Gleichzeitig würden Grund- und Gewerbesteuern erhöht, und für die Sanierung des Hallenbades sei auch kein Geld mehr da. „Schlimm für die Bürger.“

Nun wird die Verwaltung die Aufgaben der GEG übernehmen, wenn der aktuelle Geschäftsführer ausscheidet. Die Ratsvorlage sieht vor, dass die Wirtschaftsförderung federführend vom Bürgermeister und Vertretern geleistet wird. Das weitere Geschäft fällt in den Fachbereich Bau. Bis zum Ausscheiden des amtierenden Geschäftsführers soll die Verwaltung einen ehrenamtlichen Geschäftsführer suchen und dem Rat einen entsprechenden Vorschlag unterbreiten. Es ist nicht geplant, weiteres Personal einzustellen, zudem sollen die bisherigen Geschäftsräume der GEG an der Burgstraße weiter genutzt werden. Jacobi erwartet davon, dass es in Zukunft nicht mehr so schnell möglich ist, ein Grundstück zu erwerben. Dem widersprach Goosmann: „Das kann in Zukunft genau so schnell gehen wie früher.“

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