Besonderer Gottesdienst am 9. Oktober

Friedhof 150 Jahre alt

Harpstedt - Seit 150 Jahren besteht der Harpstedter Friedhof an seinem jetzigen Standort – zwischen den Straßen nach Dünsen und Bassum (siehe auch Bericht „Alles mit allem verbindende Wege...“).

Dieses Jubiläum würdigt die evangelische Christusgemeinde am Sonntag, 9. Oktober: Um 10 Uhr beginnt dann ein besonderer Gottesdienst in der Friedhofskapelle. Posaunen- und Kirchenchor wirken darin mit. Pastor Werner Richter widmet sich in seiner Predigt der Deutung des Motivs auf einem 80 Zentimeter mal 1,20 Meter großen „Wandbehang“, den die Kirchengemeinde bei einer Künstlerin aus Offenbach in Auftrag gegeben hatte. Die Seidenmalerei wird künftig den bislang etwas schmucklosen Angehörigenraum der Kapelle, der auch einen neuen Teppich bekommt, optisch aufwerten. Der Betrachter erkenne darauf, so Pastor Richter, „Hände die eine Wurzel tragen, aus der sich wiederum ein Baum voller Schönheiten entwickelt hat“. Der Geistliche interpretiert dies als Andeutung des Paradieses. Die künstlerische Arbeit sei „bemerkenswert günstig“, gewesen, verriet er. Die Kirchen-Stiftung hat die Finanzierung unterstützt.

Der 1861 eingeweihte Friedhof an der Bassumer Straße war angelegt worden, weil der Kirchplatz für die Toten nicht mehr ausreichte. Hinzu kamen Beschwerden von Bürgern, die sich über den „ungesunden Geruch“ beklagten, der in den Sommermonaten im Flecken in der Luft lag. Die erste Kapelle auf dem jetzigen Friedhof befand sich auf dem „Rondell“ im Zentrum der Anlage. Am 24. Juli 1940 zerstörte eine Kriegsbombe das kleine Gebäude. Fast 20 Jahre lang gab es keine Kapelle; die heute noch bestehende datiert von 1959. Sie ist vor zehn Jahren renoviert und erweitert worden.

Im Anschluss an den Jubiläumsgottesdienst am 9. Oktober lädt Pastor Richter Interessierte zu einem Friedhofsrundgang ein: Dabei geht er näher auf einzelne Stationen ein, etwa auf die Soldatengräber und auch auf das „Rondell“. · boh

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