Auto erfasst Fußgänger – im Anschluss Frontalcrash

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Mit der Rettungsschere muss das Dach vom Auto getrennt werden, um den Verletzten bergen zu können. 

Wildeshausen - Von Joachim Decker - Ein schlimmes Bild bietet sich den Einsatzkräften der Wildeshauser Feuerwehr und des Malteser-Hilfsdienstes (MHD) am Dienstagabend auf dem Marschweg in der Kreisstadt.

Zwei Autos sind frontal zusammengestoßen, nachdem mehrere Fußgänger angefahren wurden. Über zehn Personen sind schwer verletzt – viele in den Fahrzeugen eingeklemmt. Erst vor Ort wird klar, dass es sich um eine Übung handelt.

Eigentlich hat Zugführer und Übungsleiter Lutz Ertelt die Kameraden zu einer Gemeinschafts-Löschübung eingeladen. Noch während der Einteilung im Feuerwehrhaus, auch die Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG) des MHD Wildeshausen und Sandkrug unter der Leitung von Roman Kaminski sind involviert, werden die Meldeempfänger ausgelöst, die Kräfte zu einem schweren Verkehrsunfall auf den Marschweg beordert. Der Alarm beim MHD läuft um 18.56 Uhr ein. Die Besatzung des Rettungswagens fordert aufgrund der Schwere und des Ausmaßes des Unfalls die Feuerwehr an.

„Ich habe diese Übung etwas anders ausgelegt. Damit wollte ich erreichen, dass unsere Feuerwehrleute nicht groß vorbereitet sind,“ betont Ertelt.

Am Einsatzort – die Einsatzleitung hat der stellvertretende Ortsbrandmeister Hermann Cordes übernommen – wird deutlich, was passiert ist: Drei Fußgänger waren auf dem Marschweg in Richtung Katenbäker Berg unterwegs. Von vorne und hinten nähert sich jeweils ein Auto. Ziemlich spät erkennt einer der Fahrer die Gruppe, kann nicht mehr ausweichen. Er reißt das Lenkrad nach links, erfasst die Fußgänger und fährt frontal in das entgegenkommende Fahrzeug, überschlägt sich und landet auf einer Weide.

Einmal mehr wird deutlich, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Maltesern und Feuerwehr ist. Umgehend machen sie sich an die Rettung und Betreuung der Menschen. Jeder Handgriff muss sitzen, um die Insassen möglichst schnell mit schwerem Rettungsgerät (Schere und Spreizer) aus den Fahrzeugen zu befreien. In der Zwischenzeit haben die SEGs mit einigen Feuerwehrkräften schon einen Sammelplatz für die Verletzten eingerichtet, die im Anschluss in die umliegenden Krankenhäuser gebracht werden. In Anbetracht der Masse der Schwerverletzten wird jede Kraft benötigt, immer wieder werden von den Maltesern Feuerwehrleute angefordert, um Verletzte zu reanimieren.

„Genau das ist der Sinn einer solchen Übung“, sagt Stadtbrandmeister Jürgen Koch. Das Zusammenspiel der verschiedenen Rettungseinheiten sei von großer Wichtigkeit. „In die gleiche Kerbe schlägt Cordes: „Hier ist es wichtig, dass Hand in Hand gearbeitet wird. Und aufgrund der Tatsache, dass wir in unseren ersten Fahrzeugen absichtlich nur junge Leute hatten, muss ich sagen, dass alles wirklich gut geklappt hat.“ Das sieht auch Ertelt so: „Sicherlich gibt es hier und da noch etwas besser zu machen, aber darum üben wir schließlich.“

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