Gesellenstücke der Tischlerinnung stahlen Neuwagen im Autohaus Beier ein Wochenende lang die Show

Formschön, vielseitig und funktionell

Insa Bosse, Anja Hinderlich, Marvin Regendorp und Dennis Möller (von links) saßen inmitten ihrer Gesellenstücke – und beantworteten viele Fragen. Fotos: ck

Wildeshausen - (ck) Ein Wochenende lang stahlen formschöne und filigran gefertigte Ausstellungsstücke den Neuwagen im Wildeshauser Autohaus Beier die Show. Doch das machte Elli und Werner Beier gar nichts aus: Die Gastgeber freuten sich, dass die Gesellenstücke von elf Auszubildenden der Tischler-Innung Delmenhorst-Oldenburg-Land so viele Besucher an die Glaner Straße lockten.

Zudem hatte Elli Beier schon einige Möbel im Visier, die sie am liebsten behalten würde: „Es wäre schwer, die eine oder andere Arbeit hervorzuheben. Aber die Sitzgruppe oder der Schrank mit dem automatisch versenkbaren Fernseher haben schon 'was“, urteilte die Chefin des Hauses, die die Gäste mit Kaffee und Keksen empfing.

Das hörte der Schöpfer des Fernsehschranks natürlich gern. „Aber der kommt zu mir nach Hause“, stellte Sebastian Schulze von der Tischlerei Holscher aus Ganderkesee klar. Schließlich hatte er das Stück mit Schiebetüren, per Druck zu öffnenden Schubladen und dem fernbedienbaren Aufzug des Flachbildschirms für seine eigenen Bedürfnisse entworfen und gebaut. „96 Arbeitsstunden hat das gedauert. Die Prüfer honorierten das Resultat in Nussbaum und Ahorn mit voller Anerkennung, aber einen Haken hat die Sache laut Schulze doch: „Der Schrank ist ein bisschen schwer geworden. Vielleicht tragen wir ihn erstmal doch nicht in mein Zimmer, sondern stellen ihn nach unten in der Stube…“

Auch die schicke Sitzgruppe aus Eichenholz hatte Anja Hinderlich von der Stuhrer Tischlerei Glander bereits mit einem anvisierten Platz konzipiert: „Die steht bald in unserer Küche“, erklärte sie einigen Gästen, die schon interessiert nach dem Bestimmungsort fragten. Vielleicht hegten einige auch Kaufabsichten – auch mit Blick auf die Sideboards von Marvin Regendorp und Dennis Möller. Dennis aus dem Delmenhorster Lehrbetrieb Rainer von Seggern hatte sich Nussbaum und Eiche als Basismaterial entschieden. Die Verarbeitung bereitete ihm keine Probleme. „Wenn man aufpasst, kann nichts passieren“, meinte der Azubi. Stress bereitete ihm jedoch die verzögerte Lieferung der richtigen Glaselemente. „Zweimal stimmten die Maße nicht. Und ich musste das Glas ja noch lackieren.“

Schließlich klappte es aber doch noch mit dem termingerechten Ende für die Sommerprüfung. Auch bei Insa Bosse aus der Bremer Firma Schultze & Schultze mit ihrem Vertiko aus Kirsche und Ahorn sowie allen anderen Gesellenstücken. Sämtliche Möbel, Türen und andere Bauelemente kamen im Autohaus dank seiner hellen und freundlichen Räume bestens zur Geltung. Davon überzeugten sich auch Obermeister Wolfgang Orwat und Hartmut Günnemann als Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft.

Die Mühen der Nachwuchs-Handwerker, aber auch die Arbeit der Firma Beier hatte sich gelohnt. „Wir waren schon von Freitagmorgen an beschäftig, alles für die Präsentation herzurichten“, schilderte Elli Beier. Aber gegen eine Wiederholung dieser Aktion hätte sie überhaupt nichts einzuwenden.

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