IGS: Es wird Ausnahmen von der Einführungshürde Fünfzügigkeit geben / Kriterien aber „noch nicht ganz klar“

Fockes frohe Kunde aus Hannover

Vor einigen Tagen hatte Ansgar Focke (links) noch „gute Argumente“ für eine vierzügige IGS in Harpstedt während einer Gesprächsrunde mit Politikern und Wolfgang Bleyer (rechts), Rektor der Haupt- und Realschule Harpstedt, vorgetragen bekommen.

Harpstedt - So mancher hatte die gewünschte Integrierte Gesamtschule (IGS) in Harpstedt nach dem Ausgang der jüngsten Elternbefragung vielleicht insgeheim abgeschrieben. Jetzt aber kann aus der Einführung zum kommenden Schuljahr doch noch etwas werden.

Die Bemühungen des CDU-Landtagsabgeordneten Ansgar Focke zur Schaffung von Ausnahmeregelungen für die Genehmigung vierzügiger Integrierter  Gesamtschulen seien erfolgreich gewesen, vermeldeten gestern Nachmittag die CDU-Kreistagsabgeordneten Herwig Wöbse und Hartmut Post. Das Kultusministerium erarbeite jetzt die notwendige Verordnung.

„Die Strukturen und Belange des ländlichen Raums werden damit stärker berücksichtigt als bisher. Die Chancen für eine IGS in Harpstedt steigen. Über diesen ersten Erfolg freue ich mich sehr“, zog Focke selbst ein positives Resümee.

Wie die Kriterien für Ausnahmegenehmigungen aussehen könnten, sei aber „noch nicht ganz klar“. Focke hält die zumutbare Entfernung zur nächstgelegenen IGS im Landkreis, also in diesem Falle nach Wardenburg, für das stärkste Argument. „Dazu gibt es bereits Gerichtsurteile. Wir müssen bei der Zumutbarkeit von 60 Minuten Fahrzeit ausgehen. Wenn das so kommt, dann geht es jetzt darum, die Fahrzeit für die Schülerinnen und Schüler aus der Samtgemeinde Harpstedt zur IGS nach Wardenburg zu ermitteln.“ Hartmut Post und Herwig Wöbse nahmen die Nachricht aus Hannover hocherfreut zur Kenntnis. „In der ganzen Samtgemeinde sind wir uns politisch einig, dass eine IGS die beste Lösung für die Eltern, Schüler und die zukünftige Entwicklung des Harpstedter Schulzentrums ist. Obwohl die Zustimmung bei der Elternbefragung sehr groß war, reichte es nicht für die notwendige Fünfzügigkeit. Wenn wir es jetzt schaffen, durch eine Ausnahmegenehmigung trotzdem die Chance auf eine IGS zu bekommen, ist das ein großer Erfolg“, findet Post. Herwig Wöbse hält es für fast sicher, dass die zumutbare Entfernung ein Ausnahmekriterium wird. Für ihn zähle noch ein wichtiges Detail, das in der Diskussion schnell vergessen werde. „Wichtig war die Frage, welcher nächste IGS-Standort für die Berechnung der zumutbaren Entfernung herangezogen wird. Hier hat Ansgar Focke in Hannover für Klarheit gesorgt. Es werden danach nur Standorte innerhalb des Landkreises – und somit nur Wardenburg – herangezogen. Hierfür gilt unseren Landtagsabgeordneten ein großer Dank.“ Dass die 60-Minuten-Zumutbarkeitsregel greift, steht für Wöbse außer Frage: Die Harpstedter Schüler, die durch die Weitläufigkeit der Samtgemeinde schon bis zu 30 Minuten zum Schulzentrum in Harpstedt brauchen, würden für den Weg nach Wardenburg über anderthalb Stunden benötigen.“

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