Feucht-fröhliches Vergnügen auf dem Kreisjugendzeltplatz und dem Burggraben

Floßbau mit Stapellauf krönt die Ferienfreizeit

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Kalte Dusche gegen Bullenhitze oder: Beim Splish-Splash auf dem Zeltplatz bleibt niemand trocken. ·

Harpstedt - Von Jürgen BohlkenJemand schien die Devise „Splish Splash“ ausgegeben zu haben. Jedenfalls fielen am Mittwochmittag auf dem Kreisjugendzeltplatz Mädchen und Jungen mit Wasserpumpguns, Spritzpistolen, Sprühflaschen, Schläuchen und Eimern übereinander her. Die Jungen verpassten den Mädels eine Dusche – und umgekehrt. Wen wundert‘s? Das Thermometer zeigte über 30 Grad an. Da stand der Schar aus 77 Kindern und Jugendlichen, die zusammen mit zehn Teamern schon seit Montag in Harpstedt „campieren“ und heute abreisen, einfach der Sinn nach einer Erfrischung.

„Die Jungen versuchen bevorzugt, euren Oberkörper zu treffen. Ihr müsst sie weiter unten nassspritzen!“, gab eine Betreuerin kleine, leicht hinterhältige Tipps. „Wir Mädels müssen doch zusammenhalten“, fügte sie augenzwinkernd hinzu.

Lagerleiterin Nina-Verena Müller weiß gar nicht so recht, wie oft die Jugendpflegen der Gemeinden Ganderkesee und Moormerland schon mit ihren gemeinsamen Ferienfreizeiten im Flecken zu Gast gewesen sind: „Wohl an die 20 Mal.“ Jedenfalls kämen die Kinder immer wieder gern. „Wir fühlen uns hier gut aufgehoben. Und sowohl die Gemeinde als auch die Anwohner geben uns das Gefühl, dass wir willkommen sind. Alle unterstützen uns. Das merken wir sogar an Kleinigkeiten. Wenn etwa ein Kind nach dem Weg fragt, bekommt es selbstverständlich eine freundliche Antwort. Die Harpstedter sind einfach nett“, findet die sympathische Sozialpädagogin.

Häufiger gesellten sich sogar einige junge Leute aus dem Ort der Zeltlagergruppe abends am Lagerfeuer hinzu und brächten Gitarren mit, um darauf zu spielen. Aber auch in den eigenen Reihen fänden sich musikalische Mitstreiter. „Kollege Thomas Brüning hat

Auf zum

fröhlichen Kentern...

sein Didgeridoo dabei“, verrät Nina-Verena Müller.

Als Zeltlager-Highlight hatten sich die Organisatoren etwas ganz Besonderes ausgedacht: Drei Angehörige der Oldenburger Firma WSM Funsport besuchten das Camp und bauten zusammen mit Teamern und Jugendlichen in Gruppen insgesamt elf Flöße, die natürlich ihre „Wassertaufe“ bestehen mussten. Das Material kam auf einem Laster mitsamt Anhänger angerollt. „Jedes Floß musste aus sieben langen und sieben kurzen Latten, sechs Brettern, vier Tonnen, 35 kurzen und acht langen Tampen zusammengeschustert werden“, erzählt Betreuer Alexander Getzlaff. In einer theoretischen Einweisung hätten alle Erbauer Einblicke in „Knotenkunde“ gewonnen.

Der Burggraben erwies sich als ideales Gewässer, um die Flöße zu Wasser zu lassen. „Wir haben uns eine besonders flache Uferstelle dafür ausgesucht“, sagt Nina-Verena Müller. „Die Stimmung war toll – und das Gejohle groß, als das erste Floß kenterte“, fügt die 39-Jährige schmunzelnd hinzu. Das Do-it-yourself-„Transportmittel“ löste sich den Schilderungen der Beteiligten zufolge mehr oder weniger in Wohlgefallen auf. Die Kinder landeten im Wasser. Passieren konnte ihnen nichts. Selbstverständlich trugen alle Schwimmwesten. „Eine Runde zwangsweises Planschen empfanden die Jugendlichen angesichts der sommerlichen Hitze als willkommene Abwechslung“, berichtet Alexander Getzlaff.

Ansonsten vertreiben sich die „Camper“ mit Tischtennis, Freibadbesuchen oder Lagerolympiade die Zeit. „Ein Kollege macht mit ihnen Rollenspiele und liest vor. Das kommt ganz toll an“, weiß Nina-Verena Müller. Auch Kicken stehe hoch im Kurs: „Wir haben sehr viele Fußballer dabei.“

Wegen des Küchendienstes gebe es überhaupt kein Gezeter. Freiwillige fänden sich immer. „Die Kinder wollen helfen, ob nun beim Kartoffelschälen oder beim Schrabben von Möhren. Abwaschen muss natürlich auch jeder mal“, so die Lagerleiterin.

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