Fischereiverein Wildeshausen beendet Brutsaison erfolgreich

98 600 Fische schlüpfen im vereinseigenen Bruthaus

Kaum größer als eine Ein-Cent-Münze: Die letzten Meerforellen-Brütlinge wurden jetzt in die Flachsbäke eingesetzt.
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Kaum größer als eine Ein-Cent-Münze: Die letzten Meerforellen-Brütlinge wurden jetzt in die Flachsbäke eingesetzt.

Wildeshausen - Der Fischereiverein Wildeshausen hat die diesjährige Brutsaison erfolgreich beendet. Die 16 Becken im vereinseigenen Bruthaus waren mit etwas mehr als 100 000 Fischeiern – im Einzelnen 80 000 Meerforellen, 7 000 Bachforellen und 16 800 Lachse – gefüllt.

„Die Quote der Eier, die wir zum Schlüpfen gebracht haben, lag diesmal bei fast 95 Prozent. Das war fantastisch“, freute sich Ralf Siemer, der Beauftragte für Umwelt und Natur im Vorstand des Fischereivereins.

In diesen Tagen wurden die letzten jungen Fische in den Brutbächen ausgesetzt. Dabei halfen unter anderem Jugendliche der Hunte-, Haupt- und Realschule sowie der Privatschule Gut Spascher Sand tatkräftig mit. Der Fischereiverein unterstützt die Schulen schon seit längerer Zeit bei ihren Naturschutz-AGs.

Von Anfang November bis zum Jahresende hatten die Petrijünger bei den regelmäßigen Elektro-Kontrollfischen ­– unter anderem in der Visbeker Aue, der Katenbäke, im Altonaer Mühlbach und der Flachsbäke – Dutzende laichreife Meer- und Bachforellen schonend gefangen. Die Eier wurden vorsichtig abgestreift. Die ersten Meerforellen waren am 16. Januar im Bruthaus geschlüpft.

Einige Wochen später ging es für die Winzlinge zurück in die Freiheit. Einziger Wermutstropfen: Erneut waren zu wenig laichreife Lachse aufgestiegen. Um nicht einen kompletten Jahrgang zu verlieren, wurden 16 800 Lachseier in Dänemark gekauft und in Wildeshausen zum Schlüpfen gebracht.

„Die Prognosen für die kleinen Fischchen sind sehr gut“, sagt Ralf Siemer. Dank des warmen Winters seien in den Bächen bereits viele Wasserpflanzen gewachsen sowie Krebstierchen unterwegs. Siemer: „Da gibt es prima Verstecke und ordentlich etwas zu kauen.“

Ein kleines „Jubiläum“ können die Wildeshauser Angler in diesem Jahr feiern: 1999, vor 15 Jahren, haben sie mit der Wiederansiedlung der früher hier heimischen Lachse und Meerforellen begonnen. Dank eines großen ehrenamtlichen Engagements vieler freiwilliger Helfer ist das Programm längst zur Erfolgsgeschichte geworden.

Mehr Infos online unter

http://www.fischereivereinwildeshausen.de

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