Gemeindeübung in Dötlingen sorgt für Abwechslung während der Klassenfahrt

Feuerwehr evakuiert das Schullandheim

Unter Atemschutz machten sich die Feuerwehrleute auf die Suche nach den eingeschlossenen Kindern.
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Unter Atemschutz machten sich die Feuerwehrleute auf die Suche nach den eingeschlossenen Kindern.

Dötlingen - Eine realistische Einsatzübung der Feuerwehr erlebt wohl nicht jeder Schüler während einer Klassenfahrt. 41 Mädchen und Jungen sowie ihre vier Betreuer der Bremer Marie-Curie-Grundschule waren am Montagabend jedoch mittendrin im Übungsgeschehen.

Die Gruppe verbringt eine Woche im Bremer Schullandheim am Rittrumer Kirchweg. Und eben dieses Objekt hatte sich Dötlingens Ortsbrandmeister Torsten Fischer für die Übung der Feuerwehren der Gemeinde ausgesucht.

Gemeinsam mit Gruppenführer Michael Castens traf Fischer die letzten Vorbereitungen: „Die Kameraden wissen, dass eine Übung ansteht, allerdings nicht, welches Objekt wir ausgewählt haben“, erklärte der Ortsbrandmeister, der auch das Drehbuch geschrieben hatte: Im Duschbereich der Jungen bricht ein Brand aus. Der Rauch breitet sich schnell im gesamten Gebäude aus. Sieben Kinder können die oberen Stockwerke nicht mehr verlassen und müssen von der Feuerwehr gerettet werden. Zudem müssen die Feuerwehrleute eine Löschwasserversorgung aufbauen, um die Flammen auch von außen bekämpfen zu können.

Kurz nach der Alarmierung der Brandschützer, die in den Feuerwehrhäusern in Brettorf, Dötlingen und Neerstedt auf ihren Einsatz gewartet hatten, rollen die ersten Einsatzfahrzeuge schon auf den Hof des Schullandheims. Eine der Lehrerinnen eilt sofort zu einem der Feuerwehrleute und weist darauf hin, dass sich noch Kinder im Haus befinden. Die übrigen Schüler haben sich bereits in Sicherheit gebracht.

Henry und Angela Brüggemann, die Leiter des Schullandheims, geben den Brandschützern ebenfalls Hinweise, wo sich Personen aufhalten könnten.

Mehrere Einsatzkräfte rüsten sich mit schwerem Atemschutzgerät aus, um durch den dichten Rauch, der mit einer Nebelmaschine erzeugt wird, zu den Eingeschlossenen vorzudringen. Aus dem Duschbereich im Keller wird eine verletzte Person in Form einer Puppe nach draußen gebracht. Um sich in dem verrauchten Gebäude zu orientieren, setzen die Feuerwehrleute auch eine Wärmebildkamera ein.

Während die Rettungsaktion auf vollen Touren läuft, bauen andere Feuerwehrleute Schlauchleitungen von umliegenden Hydranten und Zisternen auf. „Die Wasserversorgung rund um das Schullandheim ist gut“, sagt Fischer.

Nach rund einer Stunde ist die Gemeindeübung erfolgreich abgeschlossen. Gemeindebrandmeister Gerd Rüdebusch ist mit den gezeigten Leistungen zufrieden. · msi

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