Unfallkasse hat keine Bedenken dagegen

Feuerwehr: Ausbau an alter Stelle?

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Das alte Spritzenhaus könnte in jedem Fall stehen bleiben.

Wildeshausen - Nun ist es amtlich: Wie bereits gestern berichtet, spricht sich die Mehrheit des Stadtrates in Wildeshausen gegen die Sanierung der Pagenmarsch aus. Damit wird jetzt bis zum 31. März doch kein Förderantrag zur Altlastensanierung bei der N-Bank eingereicht. Es gibt allerdings eine weitere Frist bis 30. September, jedoch ist zweifelhaft, ob dann noch genügend Fördergelder zur Verfügung stehen.

Die Verwaltung hatte in einem Schreiben an die Ratsfraktionen betont, dass „die Stadt Wildeshausen keinen guten Eindruck bei der N-Bank hinterlässt, einen Förderantrag für die Sanierung der Pagenmarsch zu stellen, wenn dieser Standort dann nicht umgesetzt wird“. Für künftige Förderanträge, die in der Regel immer über die N-Bank abgewickelt würden, sei solch ein Vorgehen „nicht vorteilhaft“.

Unterdessen rückt der bisherige Standort der Feuerwehr als zukünftiger Standort wieder ins Blickfeld. Der Arbeitskreis Feuerwehrhaus hatte sich zwar schon Anfang 2010 gegen einen Verbleib an der Hunte ausgesprochen, weil dort kein Übungsplatz realisiert werden kann. Und Stadtbrandmeister Jürgen Koch hatte noch vor kurzem betont, dass eine weitere Nutzung des Feuerwehrhauses auch nach einem Umbau nicht denkbar wäre.

Die Feuerwehrunfallkasse (FUK) sieht jedoch keine Probleme auf der Fläche. Nach Einsicht der Pläne des Architektenbüros Künzel, Pohl und Partner hatte die FUK bereits im September 2010 mitgeteilt, dass so gebaut werden könnte. „Das erfüllt unsere Standortvorgaben“, erklärte FUK-Geschäftsführer Thomas Wittschurky gestern im Gespräch mit unsere Zeitung.

Geplant war damals ein normgerechter Neubau mit acht Einstellplätzen. Das ursprüngliche Spritzenhaus aus dem Jahr 1933 sollte erhalten bleiben, die kleine und die große Fahrzeughalle wären entfernt worden, um einem Neubau Platz zu machen. Voraussetzung wäre gewesen, dass ein zur Huntestraße gelegenes Nachbargrundstück erworben wird.

Sollte das unmittelbar an den Parkplatz angrenzende Wohnhaus jetzt zusätzlich von der Stadt gekauft werden können, dann gibt es noch deutlich mehr Spielraum als in den vorherigen Planungen. Auch eine L-Form der Hallen wäre dann nach Einschätzung von Wittschurky denkbar. „Entscheidend ist, dass sich die Einsatzfahrzeuge nicht im 90 Grad-Winkel begegnen, wenn sie losfahren“, so der FUK-Geschäftsführer. Das sei aber auch schon bei den Planungen von Künzel, Pohl und Partner berücksichtigt worden.

Dem Vernehmen nach gibt es in der Feuerwehr einige Mitglieder, die einen Verbleib innenstadtnah an der Hunte befürworten würden. Die Einsatzübungen müssten dann weiter an anderen Orten absolviert werden · dr

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