Erste Flächenbrände bei hoher Waldbrandgefahr rufen zahlreiche Brandschützer auf den Plan

„Feuerwalze raste förmlich auf mich zu“

Schnell im Griff hatten über 100 Einsatzkräfte aus fünf Wehren den Flächenbrand im Hespenbusch.

Oldenburg - LANDKREIS (boh) · Erste Flächenbrände, begünstigt durch die hohe Waldbrandgefahr, hielten gestern Brandschützer in verschiedenen Teilen des Landkreises in Atem.

Allein etwa 100 Kräfte der Wehren Ahlhorn, Großenkneten, Sage, Huntlosen und Wildeshausen rückten gegen 14 Uhr zum Hes-penbusch aus. Dort breiteten sich die Flammen auf einem noch nicht ganz abgeernteten – rund zwölf Hektar großen – Sommergerste-Feld rasend schnell aus. Als Werbegestalter Jürgen Poggensee aus dem Küchenfenster blickte, glaubte er seinen Augen nicht zu trauen: „Eine regelrechte Feuerwalze kam mit hohem Tempo auf das Wohnhaus zugerollt.“

Binnen 40 Minuten hatten die Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrolle. Das Übergreifen der Flammen auf ein Maisfeld, einen nahe gelegenen Baumbestand und ein landwirtschaftliches Gehöft konnten sie verhindern. Ein Kamerad der Großenkneter Wehr erlitt im Einsatz eine leichte Brandverletzung an der Wange. Kurz vor Ausbruch des Feuers war ein Mähdrescher auf dem Getreidefeld im Einsatz gewesen. Nach Abernten von etwa vier Hektar wurde die Landmaschine an der Seite des Ackers abgestellt. Dann züngelten die ersten Flammen an einer Stelle, die wenige Minuten zuvor gemäht worden war. Wind und große Trockenheit im Boden begünstigten die schnelle Ausbreitung des Feuers. Auch ein Stapel mit Altholz, den Jürgen Poggensee draußen – in der Nähe des Wohnhauses – gelagert hatte, geriet in Brand.

In Ganderkesee-Falkenburg standen aus noch ungeklärter Ursache um 15.50 Uhr eine Rundballenpresse und eine rund 15 000 Quadratmeter große Fläche, auf der bereits fertig gepresste Ballen lagen, in Flammen. Auch hier verhinderte die Feuerwehr Schlimmeres: Eine nahegelegene Mühle blieb verschont.

Brennendes Buschwerk an der Bahnböschung in Hude neben den Gleisen der Strecke nach Oldenburg rief am Nachmittag ebenfalls die Feuerwehr auf den Plan. Auch der Grünstreifen zwischen den Schienen und dem Grundstück des rückwärtigen Bereiches eines Supermarktes fing Feuer, was die Huder Wehr schnell in den Griff bekam. Es gab weder Verletzte noch Schäden am Gebäude oder am Gleiskörper. Die Ursache des Böschungsbrandes ist unklar.

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