EWE Netz und EWE Tel setzten ersten Spatenstich für neue Glasfaserleitungen / Geschwindigkeiten bis 50 Mbit/s möglich

Fernsehtaugliches Internet bis 2012

Der erste Spatenstich ist schon gemacht: Leiterin der Region Weser-Elbe bei EWE Tel, Svenja Brüggemann, (l.) und Leiter der Geschäftsregion Cuxhaven/Delmenhorst der EWE, Thomas Windgassen, freuten sich mit Werner Richter (2. v.l.) und Uwe Cordes (3. v.l.), die handwerklich tätig wurden.

Harpstedt - Von Josephine Pabst · Feierlich ging es am frühen Montagmorgen auf dem Tielingskamp zu, als Bürgermeister Werner Richter, Samtgemeindebürgermeister Uwe Cordes, Vertreter von „EWE Netz“, „EWE Tel“ und der Baufirma „Wähler“ die Breitbanderschließung in der Samtgemeinde ankündigten und offiziell den ersten symbolischen Spatenstich setzten.

Bis voraussichtlich Ende 2011 soll in Harpstedt sowie in fünf Mitgliedsgemeinden fernsehtaugliches VDSL mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 Megabits pro Sekunde (Mbit/s) möglich sein. .

„Ich habe am Wochenende schon mal ein bisschen geübt“, gestand Uwe Cordes lachend und kündigte scherzhaft an, mindestens „zehn Meter graben zu wollen“. Am vergangenen Freitag hatte die Baumaßnahme begonnen. „Der Ausbau des Netzes in der Samtgemeinde ist für uns ein ganz wesentlicher Punkt“, betonte Thomas Windgassen, Leiter der Geschäftsregion Cuxhaven/Delmenhorst der EWE. „Insgesamt werden wir etwa 20 Kilometer Glasfaserkabel verlegen, dazu kommen 15 Kabelverzweiger, in denen die Hausanschlussleitungen zusammengeführt werden.“ Damit seien die Haushalte an das Glasfasernetz von EWE Netz angebunden. Hausanschlussleitungen aus Kupfer bleiben von der Maßnahme unberührt. „Kabelverzweiger sind diese grauen Kästen, die man bereits von Straßen und Gehwegen her kennt“, erklärte Svenja Brüggemann, Leiterin der Region Weser-Elbe bei EWE Tel. „Da wir die Hausleitungen aus Kupfer unberührt lassen, hängt die Geschwindigkeit und die Leistung des DSL auch stark von der Entfernung zwischen dem Kunden und den Kabelverzeigern ab.“ Theoretisch sei aber VDSL möglich. „Ab einer Entfernung von fünf Kilometern ist die Leistung natürlich nicht mehr vorhanden.“

Neue Kabelverzweiger werde es nicht nur im Flecken, sondern auch in Kirchseelte, Groß Ippener, Dünsen und Prinzhöfte geben. „Für etwa 1 000 Haushalte wird die Leistung gewährleistet sein“, so Brüggemann. „Maximal drei bis fünf Prozent sind auf Grund der langen Reichweite nicht erreichbar.“

Konkurrenz sei vorerst allerdings nicht vorhanden: „Wenn andere Anbieter in der Samtgemeinde ebenfalls die Leistung anbieten wollen, müssen sie sich natürlich schon an technischen Neuerungen in dem Gebiet beteiligen“, antwortete Svenja Brüggemann auf die Frage, ob der Kunde seinen VDSL-Anbieter auswählen könne. „Wir sind gerne bereit, mit anderen Firmen zu kooperieren. Bisher haben sich allerdings so gut wie keine Interessenten gemeldet.“

In den nächsten Monaten werde es Abendveranstaltungen und weitere Vermarktungsaktionen geben. „Dazu laden wir alle erreichbaren Haushalte natürlich ein“, so die Leiterin der Region Weser Elbe. Thomas Windgassen wies abschließend auf den hohen finanziellen Aufwand hin, den die Firma bei dem Projekt schultern müsse. „Ohne die EWE wäre eine Breitbanderschließung im Raum Harpstedt nicht möglich. Das muss man einfach mal ganz klar so sagen.“

Uwe Cordes freute sich, VDSL nun bald auch im neuen Gewerbegebiet verfügbar zu wissen: „Da liegt man mir schon lange wegen des Internets in den Ohren.“

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