Arbeiten am Wildeshauser Bahnhofsgebäude gehen voran

Fenster wie vor 100 Jahren

Das neue Dach des Bahnhofsgebäudes kommt dem alten von vor über 100 Jahren sehr nahe. ·
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Das neue Dach des Bahnhofsgebäudes kommt dem alten von vor über 100 Jahren sehr nahe. ·

Wildeshausen - Von Joachim DeckerEs tut sich was am Wildeshauser Bahnhofsgebäude: Zufrieden zeigt sich Investor Frank Stöver mit dem Umbau des Daches, das jetzt an längst vergangene Jahre erinnert: „Genau das ist ja auch mein Ziel, das Gebäude soll am Ende wieder möglichst authentisch aussehen.“

In dieser Tatsache liegt auch der Grund dafür, dass die Arbeiten nicht ganz so schnell vorangehen, wie eigentlich gedacht. „Es ist sehr kompliziert gewesen, die alten Fenstermaße zu ermitteln. In den 50er Jahren sind neue Fenster ins Gebäude gekommen“, sagt Stöver. Diese aber ähnelten kaum noch den ursprünglichen: „Die alten waren höher und schmaler. Und genau solche Fenster wollen wir jetzt wieder verarbeiten.“ Dafür habe zunächst der Putz von innen abgeschlagen werden müssen, um an die Stürze und somit ans Maß zu kommen. „Für die Stürze wurde beim Bau Fichtenholz verwendet. In den 50er Jahren wurden dann einfach Stürze aus Eisenbahnschwellen druntergesetzt, um die Öffnungen flacher zu bekommen“, erzählt der Investor.

All das sei jetzt entfernt worden und durch Stahlstürze (Doppel-T-Träger) ersetzt worden. „Ich will kein Risiko eingehen. Ich habe keine Betonstürze verwendet, um spätere Risse in den Wänden zu vermeiden. Immerhin ist das Gebäude elf Meter hoch, da kommt schon einiges an Gewicht zusammen“, sagt Stöver.

Wenn der Maurer jetzt die Putzkanten an den Fenstern erstellt hat, können auch die Maße für die neuen Fenster genommen werden. Dabei handelt es sich dann um Sonderanfertigungen von insgesamt über 60 Fenstern. „Sobald wir die Maße haben, werde ich sie in der Region in Auftrag geben. Ich denke, dass sie im Oktober drin sind“, mutmaßt und hofft Stöver.

Darauf angesprochen, ob ihm nicht die Kosten davonlaufen, wenn die Fenster allesamt extra angefertigt werden müssen, schüttelt er mit dem Kopf: „Finanziell liege ich aufgrund der vielen Eigenleistungen noch deutlich unter dem, was ich bis hierhin veranschlagt hatte.“ Er lege ohnehin sehr großen Wert darauf, stets auf der Baustelle zu sein: „Das bringt mehr, so kann ich jederzeit eingreifen, wenn es um knifflige Fragen oder dergleichen geht. Und wenn ich nicht hier sein kann, vertritt mich ein Mitarbeiter. Die Handwerker sind nie allein vor Ort.“

Nächster Schritt ist die Dämmung der Außenwände. „Dies geschieht wegen der Optik des Gebäudes jedoch von innen, ansonsten würde von den Verzierungen einiges verloren gehen“, erklärt Stöver.

Die Dämmung erfolge nicht mit Mineralfaser-, sondern mit Holzfaser-Material: „Das hat die Eigenschaft, dass das Haus nicht nur gegen Kälte, sondern auch gegen Wärme gedämmt ist. Wir werden am Ende einen sehr niedrigen Energiebedarf haben.“

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