Herbstserenade der Kreismusikschüler lockte bei sommerlichem Wetter zahlreiche Besucher in die Christuskirche

Fehler passieren schon mal – na und?

Die „Ganterstreicher“ machten ihre Sache ausgezeichnet – wie auch alle anderen mitwirkenden Musikschüler.

Harpstedt - Von Josephine PabstWenige Minuten vor dem Auftritt: Augenpaare taxierten die Frisur, das Hemd, die Hose, das Instrument, verfolgten voller Spannung jede Bewegung. Eltern, Geschwister und Musiklehrerinnen fieberten am Sonntagnachmittag kräftig mit, während die im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehenden Kreismusikschüler in der Christuskirche auf ihren Plätzen hin und her rutschten, ehe ihre große Stunde schlug.

Eine „Herbstserenade“ erwartete das Publikum. Damit schlug die Musikschule des Landkreises Oldenburg einen Bogen zum letztjährigen Konzert in Harpstedt, das „Sommerserenade“ überschrieben war. Geschäftsführer Rafael Jung zeigte sich angetan von der guten Akustik, durch die sich die Christuskirche seit ihrer Renovierung auszeichnet: „Hier kann man einfach wunderschöne Musik machen“, sagte er. Für einen reibungslosen Ablauf des Konzertes und die musikalische Begleitung der Jungmusiker sorgten Kerstin Bosse (Klavier), Ute Klitte (Violine), Ingo Poth (Blechbläser) sowie Hedwig Stahl (Klavier, Orgel). Fast 50 junge Talente stellten ihr Können an den unterschiedlichsten Instrumenten unter Beweis. „Wir haben diesmal ein eigenes Orchester unter der Leitung von Ute Klitte mitgebracht“, verriet Rafael Jung: Die „Ganterstreicher“ seien „eine Ensembleauskopplung aus unserem Schülerorchester“, erläuterte der Kreisjugendmusikschulleiter. „Ich wünsche den Ausführenden heute ganz viel Gelassenheit“, versuchte Pastor Werner Richter den Nachwuchstalenten vor ihrem Auftritt ein wenig Lampenfieber zu nehmen. „Ich weiß, es ist nicht leicht. Fehler kommen vor – und wenn schon. Im Fernsehen wird so etwas dann herausgeschnitten, aber hier wird live gespielt, und das ist gut so.“ Das Programm hätte abwechslungsreicher kaum sein können: Zwischen den Entstehungszeiten der ausgewählten Stücke lag zum Teil fast ein halbes Jahrtausend. So gab es unter anderem Barockes von Johann Sebastian Bach oder Joseph Haydn, aber ebenso auch Modernes wie   „My heart will go on“, den Titelsong aus dem Drama „Titanic“, mit dem Celine Dion die Charts erobert hatte. Ungezählte Übungsstunden hatten die Musikschüler an ihren Instrumenten verbracht. Pastor Werner Richter erinnerte sich an seine eigene Jugend: „Auch wenn es schon ein bisschen her ist, weiß ich doch sehr gut, wie viel Zeit und Mühe in ein Instrument gesteckt wird.“ Bei dem geradezu perfekten Wetter könne man eigentlich kaum von einer „Herbstsenade“ sprechen, „so sommerlich, wie es draußen ist“. Pastor Richter wünschte sich, dass die Zuhörer die Kirche heiterer verlassen, als sie hinein gekommen waren. Sein Wunsch dürfte nach dem hörenswerten Konzert in Erfüllung gegangen sein.

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