Helmut Müller möchte Grundstückspreise für sozialen Wohnungsbau senken

FDP: 50 Prozent Fläche für bezahlbaren Wohnraum

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Am Bargloyer Weg beginnt bald die Erschließung für das neue Baugebiet. Die FDP fordert bezahlbaren Wohnraum. ·

Wildeshausen - Es wird in den kommenden Jahren fleißig gebaut in Wildeshausen. Im Westen stehen schon bald viele neue Baugrundstücke zur Verfügung. Doch Ratsherr Helmut Müller (FDP) hat die Befürchtung, dass zu wenig bezahlbarer Wohnraum für Menschen entsteht, die keine dicke Geldbörse haben.

Es fehle in der Kreisstadt an günstigen Wohnungen, lautet nicht nur seine Einschätzung. Nun möchte Müller gegensteuern und hat mehrere Anträge in die Beratung des Stadtrates eingebracht.

Mit einem Antrag möchte der Liberale erreichen, dass im Bereich des Bebauungsplanes „Vor Bargloy“ sozialgerechtes Wohnen eine hohe Priorität erhält. „Damit keine einseitige Baustruktur entsteht, wird beantragt, 50 Prozent der Fläche für bezahlbaren Wohnraum vorzuhalten“, schreibt Müller. Um die Stadt nicht zu belasten, sei es sinnvoll, den Quadratmeterpreis für Grundstücke, auf denen Einfamilienhäuser entstehen können, auf 90 Euro anzuheben.

Damit könnte der Preis für Grundstücke mit sozialem Wohnungsbau auf 60 Euro gesenkt werden. Die Sozialbindung solle 25 Jahre gelten, zudem müsste die Miethöhe vertraglich vereinbart werden.

„Um das Ziel, ‚bezahlbares Wohnen‘ zu erreichen, müssen mindestens 40 Prozent der Grundstücksgrößen als Wohnflächen entstehen“, erklärt Müller. Die Form der Bebauung möchte er jedoch den Bauherren selbst überlassen.

Damit in Zukunft immer preiswerte Grundstücke angeboten werden können, und um Wohnungen im mittleren Preissegment entstehen lassen zu können, ist nach Einschätzung des Freidemokraten eine Deckelung der Ankaufspreise erforderlich, um Bodenspekulationen vorzubeugen.

Unter anderem möchte Müller für den Ankauf von Ausgleichs-, Wege- und Verkehrsflächen 3,75 Euro pro Quadratmeter festlegen, für Gewerbegebiete 7,50 Euro zahlen und für Wohnbauflächen 15 Euro anvisieren. Im Verkauf könnten dann die Gewerbe- und Mischgebiete für 45 Euro pro Quadratmeter, Wohngebiete mit bezahlbarem Wohnen für 60 Euro und allgemeine Wohngebiete für 90 Euro festgelegt werden. · dr

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