Liberale schlagen vor, dass Ratsmitglieder auf Sitzungsgeld verzichten

FDP: Bürgerbeteiligung für fünfte Hallenbadbahn

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Während die Politiker über ein neues Hallenbad diskutieren, wird das Freibad für die neue Saison hergerichtet. Kevin Utecht hebt ein Loch für die Unterwasserscheinwerfer aus. Wann offiziell eröffnet wird, steht derzeit noch nicht fest. ·

Wildeshausen - Die FDP im Rat der Stadt Wildeshausen schlägt im Vorfeld der heutigen Ratssitzung eine Bürgerbeteiligung für die Finanzierung einer fünften Bahn des neuen Hallenbades vor. Aber nicht nur das: Die Ratsvertreter könnten gleichzeitig auf ihr Sitzungsgeld verzichten, um dieses für die Finanzierung zur Verfügung zu stellen, so die Liberalen.

„Es ist doch eine tolle Sache, wenn getreu dem Motto ‚Vom Bürger für den Bürger‘ sich Wildeshauser Bürger am Schwimmbad beteiligen“, sagt Helmut Müller. Der Grundgedanke sei aber nicht ein Bürgerkredit, sondern der Erwerb von Dauerkarten. „Die zeitlichen Staffelungen sind dabei unterschiedlichster Art anzubieten. So sei auch denkbar, dass eine lebenslange Dauerkarte erworben werden könnte.“ Das, so Ratsherr Lars Kosten, wäre doch mal ein etwas anderes Geschenk fürs Enkel- oder Urenkelkind.

Aber auch Spenden oder eine Beteiligung am Bad durch Wildeshauser Bürger und Firmen wären eine gute Möglichkeit, finden die Liberalen. „Nach dem Zuspruch von Wildeshauser Bürgern gerade für die fünfte Bahn sollte auch hier sicherlich ein Teilbetrag erzielt werden können“, so Helmut Müller. „Und natürlich sind auch alle Ratsherren in der Pflicht! Wie wäre es, wenn wir uns verpflichten, zukünftig auf das Sitzungsgeld für die Ratssitzungen zu verzichten?“ So würden schnell bis zu 4 000 Euro jährlich für die Finanzierung zur Verfügung stehen. Kosten: „Das reicht für eine Finanzierungssumme von etwa 60 000 Euro.“

Mit einem solchen Modell ist nach Ansicht der FDP die fünfte Bahn zu realisieren. Vermutlich lasse sich auch ein durchaus größerer Teil des neuen Schwimmbades durch dieses Modell finanzieren.

Auf der Tagesordnung des Rates steht heute die Vorstellung des Entwurfs durch das Planungsbüro „de witt janßen partner“. Ziel ist es, endgültig den Planauftrag zu vergeben, damit ein Baubeginn des Bades noch in diesem Jahr realisiert werden kann. Allerdings müssen die Politiker sich mit höheren Kosten für die fünfte Bahn auseinandersetzen. Zudem könnten Kosten eingespart werden, wenn sowohl die Fassade als auch der Außenbereich des Bades nicht so aufwendig gestaltet würden oder die Finanzierung nach hinten geschoben wird. Manfred Rebensburg von der IG Kurbad hatte vergangene Woche angeregt, die Finanzierung des Wärmeverbundsystems zu verschieben, bis eine Förderung fest zugesagt ist. „Das Bad könnte trotzdem beheizt werden“, so Rebensburg. · dr

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