Häufig mussten Schulfahrzeuge im „Stall“ bleiben / „Sogar eine Prüfungsfahrt wurde abgesagt“

Für Fahrschüler geht oft nichts

Oft waren die Straßen für Fahrschüler schlichtweg unbefahrbar.

Wildeshausen - Von Joachim Decker· Winterreifen sind jetzt Pflicht, Fahrschulen hatten ihre Fahrzeuge schon längst damit ausgerüstet. Aber bei den widrigen Straßenverhältnissen in den vergangenen Wochen konnten auch diese nicht mehr weiterhelfen, mehrfach mussten die Schulfahrzeuge im „Stall“ bleiben, weil einfach nichts mehr ging. Verständlich, dass sich die Fahrlehrer offenes Wetter wünschen.

„Da war oft eine Schulungsfahrt nicht mehr möglich, die Seitenstraßen waren völlig vereist“, sagt Fahrlehrer Volker Schönitz, der in der Kreisstadt eine Fahrschule betreibt. „Mit Anfängern beginne ich stets mit Anfahr- und Schaltübungen. Diese sind jedoch nur auf Seitenstraßen möglich.“ Daher seien einige Stunden für die Fahranfänger ausgefallen: „Bei Fortgeschrittenen sieht die Sache schon etwas anders aus, mit ihnen kann ich auch bei solchem Wetter Fahrten machen, um zu vermitteln, wie sich das Fahrzeug bei Schnee und Eis verhält.“ Das sei allerdings auch nur bis zu einem bestimmten Maße möglich.

Oft ist dann nur noch der theoretische Unterricht geblieben. „Dennoch muss ich sagen, dass es in diesem Jahr wirklich extrem war mit den Straßenverhältnissen. Warten wir ab, was uns das neue Jahr noch bringt“, betont Schönitz.

Ähnlich sieht es Björn Runkler von der gleichnamigen Fahrschule in Wildeshausen: „Oberstes Gebot ist natürlich das vorsichtige Fahren. Wenn aber nichts läuft und nur noch geschlichen werden kann, dann müssen die Fahrstunden eben abgebrochen oder abgesagt werden, das bringt nichts.“ Selbst eine Prüfungsfahrt hätte der Prüfer in Vechta abgesagt, weil die Straßen unberechenbar waren: „Er hatte vorher eine Testfahrt gemacht und schnell festgestellt, dass die Straßenzustände für eine Prüfung untauglich sind.“ Es bringe eben nichts, dass sich Fahrschüler dort versuchen sollen, wo selbst „alte Hasen des Verkehrs“ ihre Probleme hätten.

Wenn es aber einigermaßen geht, dann ist Runkler mit seinen Schülern auf der Straße: „Es ist doch besser, wenn sie die erste richtige Winterfahrt mit einem Fahrlehrer machen, als wenn sie irgendwann ins kalte Wasser geschmissen werden und selbst sehen müssen, wie sie damit fertig werden.“

Mit absoluten Anfängern sähen die Fahrstunden ohnehin so aus, dass sie nur das Lenkrad übernehmen und das Fahrzeug steuern: „Die Pedale bediene ich. Erst wenn sie es sich zutrauen, übernehmen sie das komplette Fahren.“ Das sei auch notwendig, da es sie noch zur Genüge gebe – die Fahranfänger, die nicht wissen, wo Gas-, Brems- oder Kupplungspedal liegen. „Um Vorurteilen gleich vorzubeugen: dabei handelt es sich nicht etwa ausschließlich um weibliche Schüler. Vielmehr ist die Zahl der ,Unwissenden‘ völlig ausgeglichen.“ Das sei wie beim Einparken, dass angeblich meist Frauen nicht beherrschten: „Auch das ist Quatsch, Jungs haben da genauso Probleme.“

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