Bernd Niesters Antrag während der Gilde-Generalversammlung fand breite Zustimmung / Beiträge unverändert

Fackelumzug auch in Zwischenbrücken

354 Gildebrüder kamen am Samstagabend zur Generalversammlung in die Widukind-Halle.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (hen) · Auch in Zwischenbrücken heißt es in diesem Jahr: „Pingsten ward fiert“. So lautete am Samstagabend auf Antrag von Fähnrich Bernd Niester von der Kompanie Westertor der mehrheitliche Beschluss von 354 Mitgliedern während der Generalversammlung der Wildeshauser Schützengilde in der Widukind-Halle. Damit wird der Fackelumzug am Pfingstmontag erstmals nach langer Zeit wieder durch den geschichtsträchtigen Wildeshauser Stadtteil geführt.

„Das Gildefest hat mir hervorragend gefallen“, blickte General Dr. Kian Shahidi zurück, der erstmals Major Gerd Eilers als neuen Adjutanten an seiner Seite begrüßen konnte. Zuvor hatte Shahidi Dieter Hellbusch dafür gedankt, dass er ihm als sein vorheriger Adjutant nicht nur aus mancher Patsche geholfen, sondern ihn auch vor so manch anderer Patsche bewahrt habe.

„2 788 Personen haben am Pfingstdienstag am Ausmarsch teilgenommen“, blickte Oberst Ernst Frost auf das Gildefest mit seinen vielen Höhepunkten zurück. Mit der Teilnahme an auswärtigen Schützenfesten, wie mit 209 Teilnehmern an der Jubiläumsfeier „500 Jahre Bürgerschützenfest“ in Harpstedt, habe man für die Stadt und die Gilde hervorragend geworben. Der Oberst dankte den vielen Helfern von der Feuerwehr, dem DRK, den Maltesern, der Polizei sowie der Stadtverwaltung und den Mitarbeitern des Bauhofs für ihren engagierten Einsatz.

Daneben hob Frost hervor, dass der erstmals gefeierte ökumenische Gottesdienst am ersten Pfingsttag im Festzelt auf dem Gildeplatz sehr gut angenommen worden sei und zu einem festen Termin des Gildefests werden sollte.

Schatzmeister Siegbert Schmidt berichtete von insgesamt 3 285 Mitgliedern und darüber, dass er die Kasse mit einem Plus abschloss. Einnahmen in Höhe von 185 000,68 Euro standen Ausgaben von 167 825,99 Euro gegenüber. Inklusive Rücklagen betrug der Kassenstand per 31. Dezember 159 927,23 Euro.

Einstimmig beschlossen die Gildebrüder, die Jahresbeiträge, das Einschreibegeld sowie die Kostenerstattungen für König, Schaffer, Fähnriche und Kinderkönig unverändert zu belassen.

Mehrheitlich wurde dem Antrag von Bernd Niester stattgegeben, dass beim Rockapell an der Herrlichkeit die Offiziere mehr auf Verstöße in der Kleiderordnung achten sollten, um diese umgehend zu ahnden. Eine eindeutige Absage bekam der Antrag von Ulrich Stuckenberg (Kompanie Cornauer Tor), das Feuerwerk zukünftig ohne Musikbegleitung zu veranstalten.

Freuen darf sich die katholische Kirchengemeinde Wildeshausen: Mehrheitlich wurde beschlossen, der Gemeinde 4 700 Euro für die Sanierung der Taufkapelle in der St.-Peter-Kirche zur Verfügung zu stellen. Franz Duin hatte zuvor in einer flammenden Rede an die Versammlung appelliert, dass es Tradition der Gilde sei, aus ihren Überschüssen solche Vorhaben zu unterstützen.

„Die Wachkompanie ist gut gerüstet“, rundete Hauptmann Andreas Tangemann die Berichte der Kompanien ab. Mit 72 Mitgliedern sei man gut aufgestellt. In den Reihen des Gildegerichts werde derzeit überlegt, ob zukünftig schon am Pfingstsonntag Verhaftungen vorgenommen werden sollten. Das Offizierkorps stünde diesem Gedanken positiv gegenüber, um den auswärtigen Gästen dieses Ereignis nahe zu bringen.

„Die nächste Generalversammlung findet am Sonnabend, 19. Februar 2011, um 17 Uhr in der Widukindhalle statt“, schloss General Dr. Kian Shahidi die Versammlung, während der Spielmannszug und das Musikkorps Wittekind im Anschluss für den musikalischen Rahmen sorgten.

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