Drei Rindvieh-Betriebe vorsorglich gesperrt

Nun erster Milchbauer unter Dioxin-Verdacht

Landkreis - (ck) · Jetzt hat es auch den ersten Milchvieh-Betrieb erwischt: Wie Dr. Carsten Görner als Leiter des Kreisveterinäramts gestern Nachmittag bestätigte, bekam offenbar auch ein Milchbauer im Landkreis Oldenburg unwissentlich dioxinbelastetes Futter geliefert. Also könnte die von dort an die Molkerei gelieferte Milch ebenfalls Spuren des Gifts enthalten.

„Ohne dies allerdings verharmlosen zu wollen, müssen wir hier zwischen den bisherigen Fällen unterscheiden“, stellte Dr. Görner klar. „Im betroffenen Kuhstall wurde dieses Futter nämlich nur als Beifutter verwendet, während es in den eventuell betroffenen Geflügel- und Schweinemastbetrieben die Hauptnahrungsquelle darstellte.“ Die Konzentration in der Milch dürfte daher schlimmstenfalls sehr gering sein.

Zwei weitere auf Rindermast spezialisierte Höfe befinden sich ebenfalls auf der Liste der nun vorsichtshalber gesperrten Ställe. „Dort stehen aber in nächster Zeit keine Tiere zur Schlachtung an“, berichtete Dr. Görner. Und bis die Laboruntersuchungen vorliegen, verlässt auch hier kein Rind den Hof. Denn die Veterinäre des Landkreises müssten vorher einen Gesundheitsbefund attestieren.

Das gilt genauso für die bereits vorher vom Veterinäramt vorsorglich gesperrten vier Geflügel- und elf Schweinebetriebe. Bis die Analyse-Ergebnisse feststehen, handelt es sich zwar nur um einen Verdacht – der geht allerdings mit dem Nicht-Erteilen des Befunds einher.

Der „Ausfuhr-Stopp“ bereitet nun den betroffenen Landwirten natürlich große Probleme. Während die Schweinemäster zusehen müssen, wie ihre Tiere an Masse gewinnen und der Legehennen-Halter Unmengen der täglich gelegten Eier zwischenlagern muss, gestaltet sich die Lage beim Milchvieh-Betrieb besonders schwierig: „Die Tanks reichen in der Regel ja nur für zwei bis drei Tage“, verdeutlicht Kreisveterinär Dr. Görner. Und die Vernichtung dieser Flüssigkeit gestalte sich schwierig – vor allem, wenn wirklich Dioxin darin enthalten sein sollte. „Dann wäre es gewissermaßen Sondermüll, und Flüssigkeiten lassen sich schlecht verbrennen…“

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