Landtagswahl: Bislang haben nur wenige Bürger Briefwahlunterlagen beantragt

Die ersten Plakate hängen an den Laternen

Wildeshausen - In etwa drei Wochen, am 20. Januar, ist Landtagswahl in Niedersachsen. Doch viele Menschen haben vom Wahlkampf noch gar nicht so viel mitbekommen. Das liegt wohl auch daran, dass die Parteien die Weihnachtstage abwarten wollten und kaum offensiv geworben haben.

An einigen Stellen auf dem Gebiet der Stadt Wildeshausen und in der Gemeinde Dötlingen hängen die ersten Wahlplakate. Die Links-Partei und die „Freien Wähler“ hatten ihre ersten Plakate bereits vor Weihnachten an Laternenmasten befestigt; nach den Feiertagen folgte die SPD als nächste Partei. Allerdings sieht es wohl so aus, dass die Parteien in diesem Jahr nicht nur die von den Kommunen zur Verfügung gestellten Plakatwände nutzen wollen. Da der Ausgang des Urnengangs äußerst ungewiss ist, dürften alle Wahlkämpfer jede verfügbare Stelle nutzen, um die Parteibotschaften an den Mann oder die Frau zu bringen. „Wir haben in Wildeshausen 16 Tafeln an 15 Standorten aufstellen lassen“, erklärt Ralf Wübbeler vom Ordnungsamt. Die Wahlbenachrichtigungskarten müssten allen Wahlberechtigten bis zum 30. Dezember zugegangen sein. Wer sie vermisst, hat die Gelegenheit, sich in den jeweiligen Rathäusern in der Zeit vom 2. bis zum 4. Januar ins Wählerverzeichnis nachtragen zu lassen.

Aktuell sind in Wildeshausen 14 240 Wahlberechtigte registriert. In Dötlingen sind es 4 807. Es ist jedoch so, dass Wildeshausen und Dötlingen trotz ihrer Nähe zueinander unterschiedlichen Wahlkreisen angehören. Die Stadt Wildeshausen gehört zum Wahlkreis Nummer 66 (Cloppenburg-Nord). Hier gibt es als Direktkandidaten – neben den aktuellen im Landtag tätigen Karl-Heinz Bley (CDU), Renate Geuter (SPD) und Kreszentia Flauger (Die Linke) – Joachim Dahlke (FDP), Hans-Joachim Janßen (Grüne), Andre Schäfer (Familie) und Christian Bley (Piraten). Es werben jedoch elf Parteien um die Zweitstimme.

Die Gemeinde Dötlingen gehört indes ebenso wie die Samtgemeinde Harpstedt zum Wahlkreis Nummer 64 (Oldenburg-Land). Hier stehen neben den bereits aus ihrer Landtagsarbeit bekannten Ansgar-Bernhard Focke (CDU), Axel Brammer (SPD) und Christian Dürr (FDP) auch Birte Wachtendorf (Grüne), Veruschka Schröter-Voigt (Die Linke), Christian Marbach (Freie Wähler) und Heiko Zimmermann (Piraten) zur Wahl. Auch hier bewerben sich elf Parteien um die Zweitstimme.

Im Normalfall wird das Wahlrecht im Wahllokal ausgeübt. Wo genau der einzelne Berechtigte seine Stimmen abgeben kann, steht auf seiner Wahlbenachrichtigungskarte. Auf Antrag können Bürger Briefwahlunterlagen erhalten. Hierfür müssen sie die Rückseite ihrer Wahlbenachrichtigungskarte ausfüllen und unterschrieben an die Kommune zurückschicken. Bislang haben sowohl in Dötlingen als auch in Wildeshausen kaum Bürger vom Briefwahlrecht Gebrauch gemacht. · dr

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