Wieder Mahnwache in Harpstedt

Erinnern an Opfer der Atomkatastrophen

Harpstedt - Die nächste Mahnwache in Solidarität mit den Opfern der Atom-Unfälle von Tschernobyl und Fukushima wird es am Sonnabend, 5. Januar, von 11 Uhr bis 11.30 Uhr auf dem Harpstedter Marktplatz geben. Atomkraftgegner aus der Samtgemeinde laden Bürgerinnen und Bürger dazu ein, den Termin wahrzunehmen, um ein Zeichen zu setzen – auch im Interesse einer schnellen Umsetzung der Energie-Wende.

In einer Pressemitteilung begründen sie ihr Anliegen. Sie verweisen darauf, dass neun Atomkraftwerke (AKW) noch „viele Jahre weiter hochgefährlichen Atommüll produzieren“ dürfen. Der europäische Stresstest habe große Sicherheitsmängel an den AKW ergeben. Hinzu komme die nicht einmal im Ansatz gelöste Endlagerfrage.

„Über ein Jahr nach dem Super-GAU in Fukushima ist dort regional keine Landwirtschaft mehr möglich, und viele zehntausende Japaner können nicht zurück in ihre Häuser. Solidarität mit den Opfern von Fuku-shima und Tschernobyl soll durch die Mahnwache zum Ausdruck gebracht werden. Die Transporte von plutoniumhaltigen MOX-Brennelementen aus dem britischen Sellafield über den Hafen Nordenham ins Atomkraftwerk Grohnde bei Hameln sind ein nicht hinnehmbares Risiko. Bei einem Unfall auf der Strecke könnte hochgiftiges und wegen seiner Radioaktivität schon in kleinsten Mengen tödliches Plutonium freigesetzt werden. Das wäre eine Katastrophe“, geben die Atomkraftgegner zu bedenken.

Der zweite MOX-Transport sei am 18. November „durch unseren Landkreis – vorbei an Oldenburg, Hude und Ganderkesee – in Richtung Groß Mackenstedt“ gegangen. Über die geplante Route hätten die zuständigen Behörden keine Angaben gemacht. Weitere Transporte stünden bevor.

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