Befragung für IGS in Harpstedt startet

Eltern bekommen jetzt Post

Oldenburg - LANDKREIS/HARPSTEDT (ck) · Die mitgereisten Mütter durften gestern Abend mit einem Etappensieg die Heimreise nach Harpstedt antreten. Denn die Aktiven der Elterninitiative für eine Integrierte Gesamtschule (IGS) vernahmen das mehrheitliche Votum der Kreistagsmitglieder für eine Elternbefragung – zum Ermitteln des Interesses an einer IGS in Harpstedt. Nur die FDP-Fraktion stimmte geschlossen gegen den Umfrage-Start noch vor den Herbstferien. Dieser Zeitpunkt erschien den Liberalen zu früh.

Denn vorher hätten sie gern die schriftliche Zusage der Stadt Wildeshausen, dass sie die verbleibenden Harpstedter Schüler an ihrer Hauptschule und der Realschule aufnimmt. Diesen Zusatz im Beschluss befürwortete neben der FDP allerdings nur noch Landrat Frank Eger. Die Mehrheit aus CDU, SPD, Grünen und UWG verzichtete durch ihr Votum auf diese Klausel. Es überwog der Tenor, durch zu langes Warten einen IGS-Start zum Sommer 2011 zu gefährden.

SPD-Kreistagsabgeordneter Heinz-Jürgen Greszik urteilte: „Wenn wir jetzt eine Befragung vornehmen, kommt sie zu einem so klaren Ergebnis, dass auch der Wildeshauser Bürgermeister überzeugt ist.“ Der Dünsener dankte der Elterninitiative für ihre monatelange Aufklärungsarbeit an oft mehreren Tagen pro Woche – durch das Informieren in allen Grundschulen: „Ich kann mich nicht erinnern, dass Bürger schon einmal ein solches Engagement eingebracht haben.“ Das sah Manfred Rebensburg (Grüne) genauso – und erinnerte zudem an die Geschlossenheit der Harpstedter Politik. In dieser Einmütigkeit – auch von Lehrern und Verwaltung vor Ort – sah Herwig Wöbse (CDU) „bessere Voraussetzungen als je zuvor, um einer IGS den Weg zu bereiten“.

Ernst-August Bode (FDP) warnte jedoch: „Wer so blauäugig ist und glaubt, dass wir in Harpstedt eine IGS samt Oberstufe bekommen, muss sich nur mal die Schülerzahlen ansehen.“ Er stimmte Eger zu, der eine Elternbefragung ursprünglich erst 2011 wagen wollte.

Allerdings: Diesen Fragebogen hat die Kreisverwaltung nach den klaren Signalen aus den vorherigen Ausschüssen nun bereits fertig und mit der Landesschulbehörde abgestimmt. Eger sicherte zu, im Fall eines entsprechenden Kreistags-Entscheids die Unterlagen bis 5. Oktober an alle Grundschulen in Harpstedt, Dötlingen und Wildeshausen zu schicken. Bis zum letzten Schultag vor den Herbstferien am 8. Oktober könnten die Lehrer sie an die Kinder verteilen, deren Eltern dann drei Wochen Zeit zum Antworten hätten. Sollten die sich daraus ergebenden Schülerzahlen für eine IGS ausreichen und der Kreistag danach für die Gründung stimmen, „brauchen wir bis dahin auch die Vereinbarung zwischen Harpstedt und Wildeshausen. Sonst verlässt der Antrag an die Schulbehörde gar nicht erst das Kreishaus“, stellte Eger klar.

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