„Tafel“ konnte gestern das neue Kühlfahrzeug entgegennehmen

Eiskalt auf vier Rädern

Martina Zahl testete den Fahrersitz des Transporters.

Wildeshausen - Direkt aus Oldenburg kam Mathis Nordloh von der Firma Rosier mit dem neuen Kühlfahrzeug der Wildeshauser „Tafel“ aufs Diakoniegelände. Dort wurde er schon sehnlichst erwartet.

Seitdem es in Wildeshausen eine „Tafel“ gibt, benötigt der karitative Verein ein Kühlfahrzeug. Bis gestern mussten sich die Mitglieder mit einem Kühlanhänger begnügen. „Doch die Firmen verlangen, dass wir direkt in einen Kühltransporter umladen“, sagt Martina Zahl. Die Kühlkette solle nicht unterbrochen werden, damit die Ware tadellos in Wildeshausen ankomme. Da die „Tafel“ in einem Umkreis von bis zu 250 Kilometern Waren annimmt, ist ein Transporter schon sehr wichtig. Das 40 000 Euro teure Fahrzeug konnte der Wildeshauser Verein nur dank vieler Sponsoren erwerben. Die wichtigsten waren gestern zur Übergabe eingeladen. So waren Vertreter von Inner Wheel, dem Lions-Club Oldenburger Geest, der Regionalstiftung Wildeshauser Geest der LzO, Round Table Delmenhorst, Exxon, der Volksbank und der Stadt dabei, als das neue Fahrzeug vorfuhr. Der Sprinter kann auf minus 20 Grad heruntergekühlt werden. „Wir benötigen aber nur minus 18 Grad“, so Martina Zahl. Zurzeit versorgen 62 Helfer rund 800 Bedürftige mit Berechtigungsschein. In der Kartei der „Tafel“ stehen jedoch 2 000 Menschen, davon über die Hälfte Kinder. Die von Firmen und Supermärkten angebotene Ware ist in der Regel von guter Qualität. „Wir haben aber auch Fälle, wo Ware gleich wieder entsorgt werden muss“, berichtet Zahl. „Dafür haben wir jetzt eine Kooperation mit einem Pferdehof. Angst vor der Durchfallerkrankung EHEC hatte bei der „Tafel“ niemand. „Das war kein Thema bei uns“, so die Vorsitzende, die trotz des neuen Kühlfahrzeugs Sorgen hat. „Die Kompressoren für die Tiefkühlung waren so lange außer Betrieb, dass sie der Reihe nach ausgetauscht werden müssen. Zudem muss die Belüftung im Keller des alten Diakonie-Gebäudes erneuert werden. „Dafür holen wir gerade Angebote herein“, sagt Zahl. Der Spendenbedarf sei weiter vorhanden. 60 Euro bekam sie gestern ganz unkompliziert in die Hand gedrückt. Es handelte sich um den Erlös aus dem Torschusswettbewerb der Wildeshauser Zeitung im Rahmen des Gildecups. · dr

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