Seniorenservicebüro landkreisweit mit Handwerkshilfen, Wohnberatung und mehr aktiv

Einsatz auch gegen Einsamkeit

Vielfältig sind die Angebote des Seniorenservicebüros – wie auch in diesem Flyer dargestellt.

Landkreis - (ck) · Ehrenamtliche Hilfe in Haushalt und Garten, Begleitung zu Behördengängen oder Einkaufstouren – und Einschreiten gegen Einsamkeit: Das und mehr bieten Bürger an, nachdem sie bei Kursanbietern wie etwa Volkshochschulen und der „Ländlichen Erwachsenenbildung“ Kurse zum Seniorenbegleiter durchlaufen haben. Die Namen der Absolventen landen in der Kartei des für den Landkreis zuständigen „Seniorenservicebüros“ in Wardenburg. Dessen Leiterin Vera Vollmer informierte am Donnerstagnachmittag im Kreisgleichstellungsausschuss über den Alltag der vor 14 Monaten eingerichteten Anlaufstelle.

Wenn nach Ende weiterer VHS-Kurse in allen Gemeinden Seniorenbegleiter zur Verfügung stehen, will Vollmer die Öffentlichkeitsarbeit intensivieren. „Bis jetzt wollte ich das nur dort, wo es schon Begleiter gibt. Denn wenn ältere Menschen auf dieses Angebot aufmerksam werden und bei uns anrufen, brauchen sie jetzt Hilfe und nicht erst, wenn ein Helfer ausgebildet ist.“

Die Tätigkeitsfelder seien vergleichbar mit nachbarschaftlicher Hilfe – etwa Hilfe bei Abwesenheit der Angehörigen, das Erledigen von Besorgungen und gemeinsame Gartenarbeit. Aber auch Café-Besuche, die Fahrt zu kulturellen Veranstaltungen oder das „Gesellschaft leisten“ zählen dazu.

Schon recht erfolgreich laufe zudem der Handwerkerdienst mit zehn versierten Männern – sieben Wardenburger, zwei Hatter und ein Harpstedter. Sie hatten bisher 40 Einsätze. Vollmer betonte, dass es sich um Kleinstreparaturen handele: „Wir wollen heimischen Betrieben damit in keinster Weise Konkurrenz machen.“

Fünf Euro bekämen die Männer pro Besuch. „Dieser Dienst spiegelt die gesellschaftliche Realität wider“, unterstrich die Leiterin des Servicebüros: „98 Prozent der Nutzer sind weiblich, aber unsere fleißigen Handwerker zu 100 Prozent männlich.“ Momentan plane das Seniorenservicebüro zusammen mit dem DRK, auch andere Adressen für derartige Vermittlungen – unter anderem im Mehrgenerationenhaus Wildeshausen.

Ebenfalls regelmäßige Nachfrage herrsche im Bereich der Wohnberatung. Ein Architekt hatte sich dafür bei Vera Vollmer gemeldet. Er informierte bisher 16 Menschen – überwiegend Frauen – über altersgerechte Umgestaltungsmöglichkeiten der eigenen vier Wände. „Dazu zählen zum Beispiel ebenerdige Duschen, Treppenlifte, breitere Türen oder eine andere Möblierung.“

Das alles sowie die enge Absprache mit Wohlfahrtsverbänden und Pflegedienstleistern sollen dazu beitragen, dass die Menschen möglichst lange in ihren eigenen vier Wänden bleiben können. Sollte aber dennoch der Umzug zu den Kindern oder ins Heim irgendwann nicht mehr zu vermeiden sein, biete das Büro auch Beratungen mit allem Wissenswerten vor einem Hausverkauf. „Zu den häufigsten Fragen zählt, ob man dieses Geld behalten darf, obwohl es Beihilfen zur Pflege gibt“, schilderte Landrat Frank Eger.

Doch das Servicebüro bietet nicht nur Hilfen für Ältere, sondern vermittelt auch rüstige Pensionäre, die etwas für die Allgemeinheit tun wollen. Vera Vollmer berichtete über Planungen des Landes, ein „Freiwilliges Soziales Jahr für Senioren“ – etwa in Büchereien, Schulen und Vereinen. „In der Praxis gestalten sich die Stundenvorgaben pro Woche und auch die Gesamtdauer schwierig“, wusste die Büroleiterin. Deshalb deute jetzt alles auf die Reduzierung um ein halbes Jahr hin.

Das Seniorenservicebüro befindet sich im Rathaus der Gemeinde Wardenburg und ist unter Tel. 04407/73143 zu erreichen.

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