Straßenausbau und prähistorische Funde im „Grauen Immenthun“

Die einen buddeln und die anderen pflastern

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Die Pflasterarbeiten werden vorbereitet. ·

Wildeshausen - Im Gebiet der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme „Beim grauen Immenthun“ wird in diesen Tagen fleißig gebuddelt. Während auf der einen Seite die archäologischen Grabungen noch bis zum Ende des Jahres andauern und interessante Funde gemacht wurden, wird auf der anderen Seite der Endausbau der Bleicher-, Krämer- und Schusterstraße vorbereitet.

Damit entsteht fast fünf Jahre, nachdem in dem Baugebiet das erste Grundstück verkauft und bebaut wurde, die erste Straße mit der endgültigen Pflasterung. Die Bleicherstraße wird in einer Länge von 264 Metern bis zur Schusterstraße in einer Breite von sieben Metern und im weiteren Verlauf in einer Breite von sechs Metern in Pflasterbauweise hergestellt. Die Krämerstraße wird auf einer Länge von 118 Metern nur fünf Meter breit gepflastert. Die Schusterstraße ist 263 Meter lang und wird sieben Meter breit. Es wird an den Straßen keine separaten Fußsteige geben, da es sich um einen verkehrsberuhigten Bereich handelt. Die Kanalisation ist schon lange vorhanden.

„Wir müssen sehen, wie weit wir kommen“, so der Geschäftsführer der Grundstücks- und Erschließungsgesellschaft, Michael Müller. Es sei geplant, so lange zu arbeiten, wie es die Witterung zulässt. Das Baugebiet ist mittlerweile fast komplett bebaut. Es stehen lediglich noch fünf Grundstücke zur Verfügung.

Der Bebauungsplan für weitere Bereiche hängt allerdings noch in der Warteschleife. Angrenzend soll ein Mischgebiet entstehen, in dem nicht störendes Gewerbe angesiedelt werden kann. Etwa die Hälfte der Fläche ist zudem für Wohnbebauung geeignet. Die Erschließung kann jedoch frühestens im kommenden Frühjahr vorgenommen werden.

Zurzeit haben an der Stelle nämlich die Archäologen das Wort, weil sich unter der Erdkrume Reste einer über 2 000 Jahre alten Siedlung befinden. Zuerst wurde der Mutterboden von einem Bagger abgetragen, dann begann die Handarbeit. Gefunden haben die Experten Spuren der vorgeschichtlichen Siedlung und Scherben. Nun aber sind sie wohl auf Funde gestoßen, die so nicht erwartet wurden. Was es genau ist, möchte Bezirksarchäologin erst kommende Woche bekannt geben. So lange sollen die Grabungsarbeiten nicht gestört werden. · dr

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