Genehmigung für Erneuerungsprojekte

Eine Million Euro für die Dörfer

Bernhard Ellberg übergab das Genehmigungsschreiben an Bürgermeister Kian Shahidi.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Gute Nachrichten für die Dörfer (außer Düngstrup) der Stadt Wildeshausen: Die Dorferneuerung Auetal/Pestruper Heide wurde jetzt vom Amt für Landentwicklung in Oldenburg genehmigt. Der finanzielle Rahmen beträgt eine Million Euro. Ab sofort werden private Projekte mit bis zu 30 Prozent der Investitionssumme bezuschusst. Für öffentliche Maßnahmen gibt es gar bis zu 50 Prozent Zuschuss.

Gestern waren Bernhard Ellberg, Leiter des Amtes für Landentwicklung, und Sachbearbeiterin Dana Neumann zu Gast im Stadthaus und teilten Bürgermeister Kian Shahidi, seinen Mitarbeitern und dem Planungsbüro Mumm und Partner mit, dass der zur Genehmigung vorgelegte Dorferneuerungsplan als Fördergrundlage anerkannt ist. Damit kann in den Dörfern Glane, Heinefelde, Aumühle, Bargloy, Lüerte, Holzhausen, Thölstedt, Hesterhöge, Pestrup, Bühren, Garmhausen, Denghausen, Aldrup, Hanstedt, Kleinenkneten und Lohmühle die Förderphase beginnen. Düngstrup war schon in den vergangenen Jahren in diesen Genuss gekommen.

„Nun gibt es die Gelegenheit, Fördermittel, die das Land Niedersachsen und die Europäische Union bereitstellen, zu beantragen“, sagte Bernhard Ellberg. Der Förderzeitraum sei bis Ende 2019 festgesetzt. „Erste Mittel für die Dorferneuerung sind bereits in den Haushalt eingestellt“, erklärte Bürgermeister Shahidi mit dem Verweis auf die geplante Busumfahrung in Holzhausen. Nun müsse die Politik entscheiden, wofür weiteres Geld zur Verfügung stehe. Allerdings falle die Bewilligung angesichts leerer Haushaltskassen sicherlich schwer.

Ellberg betonte, dass es sehr lange gedauert habe, bis die Dorferneuerung genehmigt werden konnte. Er erinnerte an den Beginn im Jahr 2005. „Bei normalem Verlauf hätten sie schon vor drei Jahren die ersten Fördermittel bekommen können.“ Das Verfahren sei unter anderem wegen eines verzögerten landwirtschaftlichen Fachbeitrags der Landwirtschaftskammer, der nicht unbedingt notwendig gewesen wäre, in die Länge gezogen worden. „Sie haben aber unser Wohlwollen. Ich finde es toll, dass die Arbeitskreis-Mitglieder so lange am Ball geblieben sind.“

„Die Bewohner der Landgemeinden stehen sehr zu ihren Wohnorten“, bestätigte Planer Eckhardt Mumm. Zudem hätten die Beteiligten viel Sinn für Althergebrachtes gezeigt. Auffällig sei, dass sich praktisch jeder Ort einen neuen Dorfplatz wünsche, um die Gemeinschaft zu stärken.

Dana Neumann hatte die Prüfung der insgesamt 156 Maßnahmenanträge übernommen. Nicht alle Projekte seien genehmigungsfähig, sagte sie. Zudem sei auch nicht davon auszugehen, dass alle vorgeschlagenen Projekte verwirklicht würden. Verkehrsberuhigungen seien zum Beispiel nur im innerörtlichen Bereich genehmigungsfähig, Pflege- und Erhaltungsmaßnahmen würden gar nicht gefördert. Am 2. März sollen die Antragsteller und alle Interessierten im Rahmen einer Bürgerversammlung im Gasthaus Schönherr in Düngstrup (ab 19 Uhr) informiert werden.

Im Lauf der Jahre können aber noch neue Projekte aufgenommen werden, zudem besteht die Möglichkeit, geplante Projekte zu verändern. „Nach Hälfte der Zeit werden wir eine Evaluierung (Bewertung) vornehmen, um zu sehen, was wir erreicht haben und wie viel Geld vorhanden ist“, so Ellberg.

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