Pflegestützpunkt tageweise aufgeteilt

Eine Kraft berät an zwei Orten

Die Bevölkerung altert. Ein von allen Anbietern unabhängigen Pflegestützpunkt soll bald entstehen.

Landkreis - (ck) · Die monatelange Diskussion um den besten Standort eines für den Landkreis zuständigen Pflegestützpunkts endete gestern Abend mit einer salomonischen Beschlussempfehlung – wenn auch nach teils kontroverser Debatte: Die Mitglieder des Sozial- und Gesundheitsausschusses sprachen sich für eine mindestens zweitägige Sprechzeit in Ganderkesee als einwohnermäßig größter Kommune aus – und für eine Präsenz an den übrigen Wochentagen in Wildeshausen sowie für regelmäßige Sprechzeiten in den anderen Gemeinden. Nur Martin Brinkmann (Grüne) stimmte dagegen. Er war zuvor mit dem Antrag gescheitert, das Thema erneut zur Beratung in die Fraktionen zu geben.

Denn die Stellungnahme des Kreisbehindertenrats, der sich für Ganderkesee als alleinigen Standort ausgesprochen hatte, sah er nicht hinreichend in der Beschlussvorlage berücksichtigt.

Auch Andreas Kowitz (SPD) hatte mit dem ersten und gestern mehrfach „kosmetisch behandelten“ Verwaltungsvorschlag (so CDU-Fraktionsmitglied Linda Vietor) seine Probleme. Kreisrat Robert Wittkowski hatte die nun dargestellte örtliche Aufteilung auf Ganderkesee und Wildeshausen als „guten Kompromiss“ benotet. Doch Kowitz meinte, dass die Ganderkeseer Verwaltung mit diesem Vorschlag nicht einverstanden sei: „Die Gemeinde wollte der Regelung mit zwei Standorten nur für den schlimmsten Fall zustimmen, falls sich für Ganderkesee allein keine politische Mehrheit findet.“

Dem widersprach Wittkowski energisch: „Das kann ich nicht stehen lassen. Dieses Ergebnis ist so besprochen worden.“ Dennoch bildete sich gestern eine parteiübergreifende „Ganderkeseer Fraktion“ aus Kowitz und Brinkmann sowie Hans-Jürgen Hespe (SPD) und Otto Sackmann (UWG), die den Pflegestützpunkt lieber ausschließlich in Ganderkesee wegen der dort lebenden meisten Senioren sähen. Hespe stellte zudem heraus, dass vom Stützpunkt aus ohnehin eine aufsuchende Pflege in allen Orten des Landkreises vorgeschrieben sei. Sein ausschließlich auf Ganderkesee formulierter Antrag scheiterte jedoch bei Zustimmung der bereits oben genannten „Gruppe Ganderkesee“, vier Nein-Stimmen der CDU und drei Enthaltungen der SPD.

Linda Vietor brachte noch den Satz der Sprechzeiten in den Gemeinden im Beschlussvorschlag unter.

Schnellstmöglich soll nun dieser Stützpunkt mit einer vollen Stelle zur Beratung sowie einer Halbtagsstelle zur Abwicklung des Verwaltungsaufwands an den Start gehen. Den Großteil der Kosten übernimmt der Landkreis – rund 78 700 Euro jährlich. Mit weiteren 30 000 Euro beteiligen sich die Pflegekassen.

Ganderkesee steuert keinen finanziellen Obolus bei, sicherte aber zu, einen entsprechend ausgestatteten Büroraum kostenlos zur Verfügung zu stellen – im Rathaus Ganderkesee oder am Jobcenter Bookholzberg.

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