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Ein Wochenende Arrest für Großbrand in Cloppenburg

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Von: Dierk Rohdenburg

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Eine halbe Million Euro Schaden: Der Großbrand entwickelte sich aus einem kleinen Feuer in einem Papiercontainer.
Eine halbe Million Euro Schaden: Der Großbrand entwickelte sich aus einem kleinen Feuer in einem Papiercontainer. © Strömer

Cloppenburg – Aus Spaß am Zündeln wurde im Juni vorigen Jahres in Cloppenburg ein ganzer Gebäudekomplex zerstört. Die beiden Jugendlichen aus der Kreisstadt, die für das Desaster verantwortlich sein sollen, sind jetzt vom Jugendgericht am Cloppenburger Amtsgericht wegen fahrlässiger Brandstiftung schuldig gesprochen worden.

Gegen die beiden 17-Jährigen verhängte die Justiz ein ganzes Bündel an Maßnahmen. Die Angeklagten wurden unter Betreuung gestellt, müssen 60 Sozialstunden verrichten und an einer Drogenberatung teilnehmen. Darüber hinaus verlieren sie für einen Teil eines Wochenendes ihre Freiheit. Der verhängte Freizeitarrest, der in einer Jugendstrafanstalt zu verbüßen ist, erstreckt sich von Samstag, 15 Uhr, bis Montag, 6 Uhr.

Den Feststellungen zufolge hatten die beiden 17-Jährigen in der Tatnacht einen Papiermüllcontainer in Brand gesetzt. Doch die Flammen weiteten sich aus. Das Feuer griff erst auf das Leergutlager eines Getränkemarktes an der Warthestraße über. Das Gebäude stand Sekunden später in Vollbrand. Dann schlugen die Flammen weiter aus, auf einen größeren Gebäudekomplex, in dem ein Getränkemarkt, ein Lebensmittelgeschäft und ein Bekleidungsgeschäft untergebracht waren. Bevor das Feuer auch ein angrenzendes Brautmodengeschäft erfasste, hatten die Kameraden von etlichen Feuerwehren die teils bereits von Paaren vorbestellten Brautkleider ins Freie getragen und so gerettet. Der Gesamtschaden soll bei einer halben Million Euro liegen.

Tat von einer Überwachungskamera aufgezeichnet

Es lagen einige Beweise vor. Eine Überwachungskamera hatte die beiden Brandstifter aufgezeichnet. Nach Überzeugung des Gerichtes handelt es sich dabei um die beiden jetzigen Angeklagten. Sie sollen aus Spaß gezündelt haben, ohne vorgehabt zu haben, dass der gesamte Gebäudekomplex ein Raub der Flammen wird.

Die Jugendlichen waren zum Teil geständig. Einer der beiden Angeklagten gab die Vorwürfe zu. Der andere will nur dabei gewesen sein, aber nichts gemacht haben. Das aber glaubte das Gericht nicht. Das Überwachungsvideo soll eine klare Sprache sprechen. Danach waren beide Angeklagten am Zündeln beteiligt gewesen.  

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