Vizepräsident des Niedersächsischen Landvolks referiert in Brettorf über die Agrarpolitik von 2014 bis 2020

„Eigene Leistung in Vordergrund rücken“

Herwig Garms (r.) begrüßte zur Jahreshauptversammlung Jürgen Seeger und Helmut Meyer (v.l.).

Brettorf - (bz) · „Das ist etwas unkonkret“, lautete das Fazit von Herwig Garms. Der Vorsitzende des Landvolkverbands Dötlingen bezog sich damit auf den Vortrag des Vizepräsidenten des Niedersächsischen Landvolks, Helmut Meyer. Er hatte am Donnerstagabend während der Jahreshauptversammlung im Brettorfer Schützenhof über das Thema „Ausrichtung der Agrarpolitik, wie geht es 2013 weiter?“ referiert.

Meyer zeigte dabei verschiedene Szenarien und Trends in der Agrarpolitik für den Zeitraum 2014 bis 2020 auf. „Aber die sehr unterschiedlichen Interessenschwerpunkte nicht nur innerhalb Europas, sondern auch innerhalb Deutschlands und nicht zuletzt die regionalen Unterschiede hier in Niedersachsen mit der überwiegend Ackerbau betreibenden südlichen Region und den fleischerzeugenden nordwestlichen Regionen lassen keine eindeutigen Prognosen zu“, sagte er. Zu viele verschiedene Interessengruppen müssten unter einen Hut gebracht werden.

Aus niedersächsischer Sicht sollten nach Meinung Meyers in der Debatte mehr die eigenen Leistungen in den Vordergund gerückt werden, wie etwa Erzeugung rückstandsfreier Nahrungsmittel, Lebensmittelsicherheit und die Sicherung von Arbeitsplätzen. „Womit fest zu rechnen ist, ist, dass höchstwahrscheinlich angesichts der Haushaltslage des Bundes weitere Gelder gekürzt werden“, so Meyer.

Als weiterer Gast der Jahreshauptversammlung hatte sich Kreislandvolkvorsitzender Jürgen Seeger eingefunden, der in seinem Vortrag auf die regionalen Tagesfragen einging. Besonders verwies er auf die kommende Regelung zur Einschränkung der Winderosionen. Hier dürfe auf einigen Ackerbauflächen die Frucht ab einem bestimmten Abstand der Pflanzreihen nur noch quer zur Hauptwindrichtung angebaut werden.

In der folgenden Diskussion forderte Seeger die Anwesenden auf, die Vertreterversammlung am 3. März in Wardenburg zu nutzen, um direkt den anwesenden Ministerpräsidenten Christian Wulff auf die regionalen Probleme anzusprechen. Zum Abschluss dankte Garms den beiden Gästen und überreichte kleine Präsente.

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