CDU kritisiert massiv die Verwaltung

„Ehrenamtliche weiter belastet“

Erbost: Volker Pickart

Wildeshausen (dr) · Die CDU in Wildeshausen kritisiert die Aufforderung der Verwaltung an die Vereine, die Arbeit genau zu dokumentieren, damit sie in den doppischen Haushalt eingearbeitet werden können (wir berichteten).

„Die Zahl der ehrenamtlich tätigen Menschen sinkt, die Belastung derer, die sich noch engagieren steigt, und die Stadt Wildeshausen hat im Gegenzug nichts besseres zu tun, als die noch verbliebenen für das Gemeinwohl Arbeitenden zusätzlich zu belasten“, so die Kritik der Christdemokraten.

„Da haben die Vereine, die für ihr Engagement zugunsten der Gemeinschaft dringend auf die Zuschüsse der Stadt angewiesen sind, gerade die angeforderten Zuschussanträge zum Stichtag 16. August abgearbeitet, da sollen sie nach dem Willen der Bürokraten im Stadthaus schon wieder an den Schreibtisch und ihre unentgeltliche Arbeit noch einmal haarklein dokumentieren – und zwar innerhalb von sechs Wochen. Man muss schon sagen, die Verwaltung versteht es, effizient die Zeit anderer Menschen zu verschwenden“, erbost sich der Vorsitzende der Unions-Fraktion im Rat der Stadt Wildeshausen, Volker Pickart.

Die Menschen in den Vereinen, das wisse er aus eigener Erfahrung, leisten engagierte Arbeit – und zwar freiwillig und unbezahlt, weil ihnen das Gemeinwohl wichtig sei. „Sie tun dies aus Spaß an der Freude und weil es ihnen um die Sache selbst geht.“ Sie sind aber weder Buchhalter, noch Erfüllungsgehilfen einer Stadtverwaltung, die es „interessant“ finde, mal eben zu bilanzieren, in welcher Menge und Qualität Leistungen erbracht und welche Ressourcen dafür verbraucht würden. Ehrenamtliche Arbeit sei unbezahlbar und nicht nach bürokratischen Maßstäben zu evaluieren. Man müsse sich nicht wundern, wenn angesichts solcher Praxis noch mehr Ehrenamtliche das Handtuch werfen, weil ihnen kaum noch Zeit für ihr eigentliches Engagement bliebe. „Der Frust ist programmiert. Da hilft keine Ehrenamtskarte und keine Feier, bei der das Ehrenamt gewürdigt wird. Es wäre von Vorteil, wenn der Bürgermeister den Amtsschimmel in seinem Hause zügelt und die Zeit seiner Mitarbeiter nicht für überflüssige Aktivitäten vergeudet.“

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